Im Tierheim

Bevor ich davon berichte, wie wir dem Guten Bubi die Ohren lang ziehen unsere mangelnde Akzeptanz hinsichtlich seines Gebarens mitteilten, gehen mir einen Tag vor Weihnachten noch ein paar Gedanken an die Mitarbeiter des Tierheims durch den Kopf.

Das Tagewerk der Tierheimmitarbeiter/innen ist wirklich harte Arbeit. Die Frauen (und der eine Mann) haben ständig zu tun. Fütterung, Reinigung, Hunde in den Auslauf bringen, das alles bei ständigem Gebell und Getöse. Ehrenamtliche Helfer tauchen zu unterschiedlichsten Zeiten auf und möchten einen der Hund ausführen, der dann wiederum von den Bediensteten aus dem Zwinger geholt werden muss. Hinzu kommen Kälte, Feuchtigkeit und Zugluft, denen man beim Rein und Raus aus den Hundehäusern wieder und wieder ausgesetzt ist. Vor allem aber die täglichen Stunden der Öffnungszeiten für Besucher machen die Arbeit nicht leichter. Man kann Brief und Siegel darauf geben, dass jede noch so kurze Verschnaufpause, jede Hoffnung auf ein paar Minuten bei einem Kaffee oder mit einer Zigarette im Nu durch die Fragen und Wünsche der Besucher beendet werden. Das wäre nichts für mich, ich könnte da nicht so freundlich bleiben. Alleine die Besucher, die trotz all der Hinweisschilder die Hände durch die Gitterstäbe steckt, um einen der Hunde zu betatschen … soll der Hund ruhig mal zupacken, denke ich mir. Beim nächsten Mal lässt der „Tierfreund“ die Finger draußen. Versuch und Irrtum.

„Meine“ Lieblingsmitarbeiterin zeigte damals trotz all dem ihr anzusehenden Stress ein echtes Interesse an unseren Erlebnissen mit Rio und freute sich merklich als absehbar war, dass dieser in Kürze aus seinem Zwinger ausziehen würde. Sie hat dort nicht nur Dienst nach Vorschrift gemacht, sondern war wirklich am Los der Hunde interessiert. Vielleicht sollte ich mal wieder hingehen und noch einmal schildern, was aus Rio wurde. Aber wie komme ich dann ohne weiteren Hund dort wieder raus?

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