Den Bock zum Verteidigungsminister gemacht

Na, das nenne ich doch mal ein glückliches Händchen bei der Kabinettsumbildung. Der neue Verteidigungsminister hat sein Handwerkszeug gelernt. Erst schießen, dann fragen. Schauen wir einmal ein paar Jahre zurück:

Im Dezember 2004 will in Dresden ein Sondereinsatzkommando der Polizei die Wohnung eines Rotlichtkönigs stürmen. Dummerweise vertun sich die Beamten bei der Auswahl der Wohnung um ein Stockwerk. Sie stürmen die falsche Wohnung, schießen um sich, durchlöchern das Mobiliar, töten die beiden Hunde der Familie, werfen die Familie nackt zu Boden.

Der Dresdner Polizeichef versteht die Aufregung nicht: „Es ist niemand verletzt worden, und es hat am Ende doch nur zwei tote Hunde gegeben.“

Der damalige sächsische Innenminister, Thomas de Maizière, seit heute Nachfolger zu Guttenbergs, profiliert sich schon einmal für seine künftige Rolle als Kriegsminister und spricht von einem „fast perfekten Einsatz“:

„Wenn ein Polizist und dessen Lebensgefährtin, die im Innenministerium arbeitet, mit einem Rotlichtkönig zusammen unter einem Dach leben, müssen sie damit rechnen, dass so etwas passiert“

„Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist. Ich habe nicht die Absicht, mich in irgendeiner Form zu entschuldigen.“

Mehr: 

Sächsische Zeitung vom 21.12.2004

Ich hätte dann doch bitte lieber den Abschreiber zurück.

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