„Ein Kommen und Gehen, ein Kommen und Gehen“

Jede Idylle ist heilsam.
Kitsch sieht nur ihr oberflächlicher Betrachter. 
(Manfred Ach)

Der Kreuzbube hatte zuletzt frei und das, was wir hier sehen ist der Ort, an dem er sich eigentlich aufzuhalten gedachte. Der Weißensee in Österreich, mit 930 Metern über Meereshöhe ziemlich hoch gelegen. Es lässt sich dort vortrefflich spazieren, radeln und in absoluter Trinkwasserqualität schwimmen. Das Tal ist nur von einer Seite her zugänglich was bedeutet, dass es keine Durchgangsstraße am Seeufer entlang gibt und somit der an ähnlichen Ferienorten übliche Autoverkehr fehlt.

Man kann mit dem Guten Bubi jeden Tag auf eine der Almen steigen.

Man kann, oben angelangt, sich mit so vielen Knödeln füllen, dass man sich hernach wie der böse Wolf fragt „Was rumpelt und pumpelt in meinem Bauch herum?“

Man kann anschließend beim Abstieg erneut festzustellen, weshalb es praktisch ist, wenn so ein Guter Bubi sich anschließt, statt in der Gegend herum zu rennen.

Altgediente Leser werden sich allerdings auch vorstellen können, woran es dieses Jahr scheitert. Ein alter Hund kann so etwas nicht mehr und bei unserer Hündin schreitet der Alterungsprozess nun doch erkennbar voran. Sie sieht schlechter, hört schlechter, wird in der Hinterhand zusehends wackliger und ihr Herz schlägt nur dank mehrerer Medikamente noch. So ist das bei Hunden halt. Was bei uns Menschen in der Jugend wie auch im Alter in drei Jahren stattfindet, ist bei den Vierbeinern auf drei Monate komprimiert.

Kreuzbube, werde ich immer mal gefragt, Kreuzbube, das ist doch toll mit so vielen Tieren? Das will ich auch! Ja, es ist sehr schön und ich möchte es nicht missen, nicht für alle schönen, aber doch leblosen Dinge der Welt, die man kaufen, besitzen könnte. Doch es ist über die vielen Jahre hinweg auch stets ein Kommen und Gehen und neben den das Gemüt bisweilen belastenden Geschehnissen sind damit auch Einschränkungen und Entbehrungen verbunden, derer man sich nicht bewusst ist, so lange man sie nicht selbst erfährt.

Für die Hündin wird es womöglich der letzte Sommer sein. Sie mag keine langen Spaziergänge mehr unternehmen und ich mache nun alle Wege doppelt. Erst mit dem Guten Bubi, dann mit ihr noch einmal ganz gemütlich. Ein wenig schnüffeln, ein wenig im Gras buddeln, den einen oder anderen Hund freundlich schwanzwedelnd begrüßen oder heiser verbellen, das geht gerade noch so. Ansonsten morgens:

Mittags:

Und abends:

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