The Candyman, 6

Bremsen. Eine hinten, eine vorne. Jeweils mit einer einzigen Schraube befestigt. In den Rahmen bzw. die Gabel stecken, festschrauben, das war’s. Später werden noch die Bremszüge befestigt und alles eingestellt, was allerdings genau so simpel ist.

Campagnolo Skeleton Bremse

Campagnolo hat hier übrigens statt der Inbusschrauben die Variante Torx gewählt. Das ist, wie man auf dem Foto gut sieht, ein Mehrzack und wird von mir auf jeden Fall ausgetauscht. Ich möchte nicht verschiedene Schraubentypen am Rad haben, für die ich dann unterschiedliches Werkzeug verwenden oder gar auf langen Touren dabei haben muss. 

Campagnolo Skeleton Bremse

Campagnolo Skeleton Bremse

Das im nächsten Foto zu sehende Geschmiere auf der Gabel ist Fett, mit dem ich die Lager geschmiert habe. Das entferne ich noch mit Entfetter, einer dafür ganz famos geeigneten wässrigen Flüssigkeit, die anders als Waschbenzin nicht stinkt, die Haut nicht angreift und mit der man alles im Nu blitzsauber bekommt. 

Auch das Schaltwerk und der Umwerfer werden jeweils nur mit einer einzigen Schraube am Rahmen befestigt.

Das Schaltwerk ist gebraucht und etwas angeschrammt, funktioniert aber ohne Fehl und Tadel. Es handelt sich um ein „9-fach“-Schaltwerk. Die Anführungszeichen habe ich gewählt, weil es so etwas nicht gibt. Dem Schaltwerk ist es egal, wie viele Gänge geschaltet werden. Es legt einen Weg von hier nach da zurück und die Schaltschritte unterwegs werden durch die Schalthebel bestimmt. Das 9-fach Schaltwerk schaltet daher auch eine 10-fach Kassette und führt brav die Befehle aus, die die 10-fach-Schalthebel ihm erteilen. Erneuern werde ich noch die Schalträdchen, die auf dem nächsten Foto schon bereit liegen. Die sind die einzigen Verschleißteile und können ausgetauscht werden. Solche Schalträdchen kosten im Original von Campagnolo etwa 15.- EUR. Es gibt aber auch Leute, die kaufen sich so etwas aus Titan und Keramik für 150.- EUR. Nur die Schalträdchen, wohlgemerkt. Ob preisgünstig oder teuer, befestigt werden auch sie -wie könnte es anders sein- mit jeweils nur einer Inbusschraube.

Das Gleiche gilt für den Umwerfer. Der wird etwa 2mm (ausprobieren!) über dem großen Kettenblatt angebracht und parallel dazu ausgerichtet. 

Die Befestigung erfolgt bei diesem hier an einem Anlötsockel. Der Name trügt erneut, denn der Sockel ist festgenietet und nicht, wie früher bei den Stahlrahmen, gelötet. Es gibt auch Rahmen, die keinen Anlötsockel haben, dann behilft man sich mit einer Schelle, die um das Sitzrohr geklemmt wird.

Nun müssen nur noch die Schalt- und Bremszüge verlegt und die Kette montiert werden. Dann fehlen nur noch Sattel und Lenkerband, die ich erst zum Schluss anbringe, damit ich nicht mit meinen (immerhin durch OP-Handschuhe geschützten) Schmutzfingern bei der Schrauberei daran herumschmiere.

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