„Erstens: Ich leiste was! Zweitens: Ich leiste mir was!“

Nicht, dass jemand denkt, ich wolle mich über die alten DDR-Losungen nur lustig machen. Das sind Zeugnisse der Prä-Twitter-Zeiten. Man kann ja nicht jedem Bürger mit einem verquasten politisch-philosophischen Überbau kommen, nein, da braucht’s einfache Handlungsmaximen, und die bestanden über Jahrzehnte hinweg augenscheinlich in Ost und West in einer Fixierung auf die Versorgung mit Konsumgütern.

Kehren wir jedoch zurück ins sächsische Dorfleben. Nicht alles ist trist, ganz im Gegenteil. Es gibt schmucke Kleinstädte und Dörfer, da reibt der Westdeutsche sich die Augen und will es kaum glauben. Nein, hier wohnen nicht alle im Plattenbau. Nein, es ist nicht alles grau-braun. Nein, es sieht nicht aus wie in Bocholt und Bottrop.

Das von uns besuchte kleine Dorf ist in seiner Struktur erhalten, frei von Zweckbauten aus den 60er und 70er Jahren und liebevoll saniert. Auf einer Anhöhe steht eine schöne kleine Kirche, die schauen wir uns als nächstes an. Weil aber bekanntlich vor der Moral das Fressen kommt, wird der Kreuzbube zunächst hiervon angezogen:

Das kommt nach ein paar Dutzend Kilometern im Sattel gelegen. Erbsensuppe mit Speck. Heiß, einfach und schmackhaft. 

Dazu gibt’s von einer Frau mit reichlich Blumen im Haar eine Limonade aus irgendeinem Blumenblütenextrakt, die schmeckt wie Wasser mit einem Hauch von … Wasser. Gelegenheit zudem für eine Betrachtung der vierbeinigen Dorfbewohner.

Ein Musterexemplar an gut erzogenem Hund. Kann nichts, ist bestens sozialisiert. Sicher, entspannt, stressfrei in jeder Situation. 

Schnüffelnd interessiert am Geschehen um ihn herum, ohne jemanden anspringen oder anbellen zu müssen. 

Ein paar Katzen, die sich das Treiben anschauen.

Auch stelle ich fest, dass ich weitere Tiere brauchen könnte. Zum Beispiel den hier, vielleicht ließe der sich für ein Rad eintauschen:

Genug erholt. Die Pause wird beendet, der Kreuzbube schultert das Rad (was aus Gewohnheit erfolgt und reichlich dämlich ist, weil’s dort ohnehin keiner klauen würde), und dann geht’s flott die Anhöhe hinauf zur Kirche, die wir uns als nächstes anschauen. Es lohnt sich!

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