Frostschutz, 1

Wenn das Land wieder
in die Starre verfällt
Die Kälte Ziegel glasiert
Der Frost versteinert das Feld.
 
(Rummelsnuff, Der Heizer)

In Russland warnen sie die Leute, nicht unnötig vor die Tür zu gehen. Auch mir schien heute in der Früh, schon nach etwa 40 Zentimetern, das Verlassen des Hauses durchaus unnötig. Einen Schritt vor der Haustür hängt nämlich ein Thermometer und das zeigte umbarmherzige fünfzehn Grad unter Null an. Hätt‘ ich keinen Hund, hätt‘ ich keinen Grund.

Den Rio stört Kälte nicht, Lana hingegen krümmt den Leib zusammen, versucht, Vorder- und Hinterläufe nahestmöglich aneinander zu schieben. Im Sinne des Erfinders ist das in hiesigen Breitengraden nicht, ein Hund völlig ohne Unterwolle, mit einem mehr oder minder nackten Bauch. Der Gute Bubi hingegen, der ja nun wahrlich auch kein langhaariger Hund ist, der verfügt über eine Fellstruktur, die ihn mit Schnee und Kälte gut auskommen lässt. Frostschutzmittel, sozusagen. So treibt mich der Hund vor die Tür.

Die Spaziergänge fallen bei zweistelligen Minusgraden dennoch kürzer aus und es passt, dass gerade kein Neuzugang trainiert werden muss und die Hunde gerne ruhig in der guten Stube liegen. Das können sie fast so gut wie ich in meiner Spezialdisziplin: Am-warmen-Kachelofen-sitzen. Und das Blut mit so etwas Aberwitzigem in Wallung bringen:

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