Bei uns sitzen sie immer in der zweiten Reihe, 2

Folge 49, Aus dem neuen Leben eines Taugenichts

Wer hätte das gedacht, Folge 49 schon, da bin ich ja bald durch mit dem Guten Bubi.

Eine weitere kleine Übung für befreundete Hundehalter. Der zu trainierende Hund sitzt (oder steht oder liegt).

Ein anderer Hund (oder mehrere, soweit gerade zu Hand) wird ein gutes Stück weit hinter ihm platziert.

Dann geht man weg – und ruft die wartenden Hunde ab. Die donnern am Schüler vorbei, der nicht mitrennen darf.

Das lässt sich variieren. Man kann mit dem Fahrrad Reize setzen: Am Rad wird eine Schnur von einigen Metern Länge festgebunden, an deren Ende ein Spielzeug oder Stofftier geknotet ist. Das legt man dem Hund für die Nase. Mit dem Rad begibt man sich ein paar Meter zurück und fährt am Hund vorbei. Sobald die Schnur sich strafft, hoppelt das Spielzeug/Stofftier los. Der vierbeinige Schüler muss bleiben, wo er ist. Schließlich kann man eins drauf setzen und knotet einen Hasenbalg, den man sich zuvor beim Jäger besorgt hat, an die Schnur.

Ohne Fleiß kein Preis. Es gibt keinen Trick, mit dem Rad eine zwanzigprozentige Steigung hinauf zu fahren. Mit dem Hund muss man ebenso üben. All die Zeit, all die Stunden, die wir jetzt auf dem Rad verbringen, sind in der heißen Phase der Erziehung des Unerzogenen in die Beschäftigung mit dem Guten Bubi geflossen. Wie beim Radfahren auch, ist der reine Zeitaufwand aber keine Gewähr. Man kann oft und viel, aber falsch trainieren und wundert sich, dass es nicht besser wird; das gilt beim Hund aufgrund der sozialen Komponente in besonderem Maße.

Ist man hingegen fleißig und wählt als Helfer solche, die mit dem Hund etwas vormachen können, statt nur über ihn zu reden, dann wird auch ein vermeintlich hoffnungsloser Fall zwar kein Lamm, aber doch recht weitreichend gesellschaftsfähig – und lässt Radfahrer, die an ihm vorbeisausen, in Ruhe…

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