Parole Schutzblechrad!

I only wanted to see you laughing in the purple rain. (The artist formerly known as Prince)

***

Die Blogsportgruppe fährt bekanntlich immer und überall. Nach Ende des Sommers ruft der Vorsitzende vor den jeweiligen Ausfahrten immer häufiger aus, mit welchem Gefährt wir antreten werden. Ab November schlägt zunehmend die Stunde des Schutzblechrads.  Das ist das Rad ganz rechts im Keller, vor dem die anderen Räder alle stehen, das Rad mit den uncoolen Blechen, an denen bisweilen noch ein Spritzlappen, dieser gerne auch selbst gebastelt, hängt. So kann’s dann losgehen. Nicht nur, damit man nicht selbst nass wird, der Hintermann soll ja nicht über Stunden hinweg den ganzen Schmodder abkriegen.

Mit den Schutzblechrädern ist es aber so eine Sache. Die Fahrradhersteller haben durch die Bank weg (eine erfreuliche Ausnahme bildet das sehenswerte Genesis Equilibrium Ti) die kleinen, ungemein praktischen Ösen entfallen lassen, an denen man früher im Fall der Fälle Schutzbleche oder auch Gepäckträger anschrauben konnte. Man muss sich also mit älteren Rahmen behelfen, will man nicht Schellen oder (mein Favorit) Kabelbinder anlegen.

Da die carodame den Sattel des vorhandenen Schutzblechrads rundweg ablehnt und ich nicht jedes Mal die Sättel wechsle, wenn es morgens regnet und sie sich ein weiteres meiner Räder schnappt, muss ich mal wieder was vorbereiten. In der kreuzbubenschmiede stocken die Arbeiten ohnehin, weil die Sattelstütze für das bike formerly known as Colnago noch irgendwo im (vermutlich) Suezkanal herumschippert. Oblomow lässt zudem seinen ungünstigen Einfluss wirken und die Fa. Campagnolo sei ihrer unseligen Power Torque Kurbeln wegen verflucht, für deren Entfernen man einen aberwitzig teuren Abzieher benötigt, den ich nicht besitze.  Tod und Teufel auch dem Händler, dem ich vor etwa zwei Jahren ein einziges Mal ein Rad zum Einbau einer Kurbel nach eigenem Ermessen gebracht habe, statt das selbst zu erledigen und der mir diesen Mist eingebrockt hat!  So. Zurück zum Schutzblechrad. 

Gelegenheit also, an einem Rahmen, der für den Laien Schrottoptik aufweist und mit Farb- und Mörtelresten verziert ist, die Firmenbepper zu entfernen und dem prieditisschen Motto zu frönen: flake the world!

To be continued.
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2 Antworten zu Parole Schutzblechrad!

  1. kreuzbube schreibt:

    Diesmal bin ich selbst gespannt, komme nicht so voran, wie gewohnt. Beim Schutzblechrad haengt das mit einem weiteren Umstand zusammen, der Parole Zehnerrad: Kein Teil soll mehr als zehn EUR kosten. Ist eins teurer, muss ein anderes billiger sein. Bisher bin ich im Soll. Sandstrahlen 18.- EUR, Lackierung null. Macht zwei im Sinn.

    Ohne Schutzblechrad geht’s wirklich nicht. Nicht, wenn das Rad Fortbewegungsmittel und nicht nur sonntaegliches Sportgeraet ist.

  2. cut schreibt:

    To be continued … Immer wird man auf die Folter gespannt …
    Aber Schutzblech, cool oder nicht cool, muss im Winter wirklich sein. Auch in der Stadt, wenn Mensch bei noch feuchter Fahrbahn mit Hemd und Krawatte unterwegs ist. Basteln muss ich (und kann ich) da aber nicht. Im Keller stehen zwei Räder, da sind welche dran. Für den Sportler sind die beiden allerdings nix.

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