The return of the Thin White Duke

Heute wird David Bowie 66 Jahre alt. Fast alle hatten sich wohl damit abgefunden, dass er den Rest seiner Tage zurückgezogen verbringen würde. Er war immer seltener zu sehen und lehnte zuletzt auch die Einladung zur Teilnahme an den Feierlichkeiten der olympischen Spiele ab, obwohl doch sein Heroes die Hymne der erfolgreichsten britischen Olympiamannschaft seit über 100 Jahren wurde. Doch nun, leise und gänzlich unerwartet, ohne jedes Tamtam und Trara und Knalleffekte, taucht fast ein Jahrzehnt nach Bowies Herzinfarkt und dem Ende der Reality-Tour eine neue Single auf und mit The next day kündigt sich gar ein Album an. In Zeiten, in denen alle alles und jederzeit im Minutentakt bei facebook und twitter in die Welt posaunen, ist das eine echte Überraschung und gegen alle „Gesetze“ des modernen Showbiz. Unaufdringlich, poetisch, melancholisch, elegisch und zerbrechlich kommt Bowie daher und dass ich das noch erlebe, hätte ich mir nicht träumen lassen. Bowie, zurück, und zurück in Berlin, gegen Ende einer langen Reise. Der schönste Kommentar -ausnahmsweise- bei youtube:  like a leaf fading on top of the most beautiful tree you can imagine.

Where are we now?*

… und wo werden wir in zehn Jahren sein?
*edit: Hase und Igel auf youtube, Video rein, Video löschen. Da kann ich mit den links nicht mithalten.
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20 Antworten zu The return of the Thin White Duke

  1. kreuzbube schreibt:

    Jetzt bin ich wirklich mal sprachlos. Ein Künstler stellt sich und sein Werk auf seiner eigenen Internetseite online und dann das?:

  2. kid37 schreibt:

    Selbst der Link auf der offiziellen David-Bowie-Seite ist (mittlerweile) gesperrt. Spon hatte ihn ursprünglich noch verlinkt.

  3. Fritz_ schreibt:

    Die Radfahrer haben nichts zu verlieren als ihre Ketten? Schön wär’s! 😉

  4. kreuzbube schreibt:

    Hey, Du, Bergmensch, „Der Mensch is a Sau!“ hat der Helmut Qualtinger gesagt, womit ich ihm recht geben würde, Anwesende natürlich ausgenommen.

    Normalerweise mache ich mir auch keinen großen Kopf darum, ob irgendwer zwecks Werbung wissen will, wo ich im Netz unterwegs bin. Mein Griff um die Geldbörse ist ein enger…

  5. Fritz_ schreibt:

    Oops, wußte ich nicht. Das Problem mit dem Übermitteln von Daten an Google Analytics durch Stealthy scheint ja überwunden zu sein (ganz, ganz sicher 🙂 ) und betraf nur den Chrome-Browser.

    Klar, man muss aufpassen und darf nicht zu naiv rangehen, Firmen dieser Art können mit dem Datensammeln Geld machen und man muss aufpassen wie ein Schießhund.
    Für diese Dienste ist meiner Meinung nach der Einzelne eher uninteressant, die statistisch relevante Masse macht den Marktforschern Freude.

    Es gibt immer neue Späße wie Flashcookies, Zählpixel und dergleichen. Man räumt mit seinen Versuchen, privat zu bleiben immer nur hinterher.

    (Ich habe übrigens deinen Eintrag „Hey Du/Sie da“ bemerkt, deshalb werde ich ab sofort gnadenlos duzen, wie es im Hochgebirge nun mal üblich ist. 🙂 )

    Dein Blog-Anbieter macht sich offenbar auch nichts draus, sechs mehr oder weniger versteckte Tracker in deine Seite einzubinden. Ob ihm das not tut? Google Adsense, Google Analytics, Quantcast, Skimlinks, Typekit und WordPress Stats. Wildes Datensammeln auf Vorrat, alle wollen sie unsere Daten, wird sind begehrt, hurra, aber mir kaufet nix.

    Naja, der Mensch ist gut, die Welt ist schlecht, oder so ähnlich.

  6. kreuzbube schreibt:

    Tja, stealthy war erst einmal eine schöne Idee: Die user automatisch über proxies umzuleiten und damit vorzugaukeln, dass man irgendwo im Ausland sei. Allerdings scheint das Programm selbst ebenfalls Google zu versorgen:

    „Stealthy lädt ein Skript von seiner Homepage stealthy.co nach, das die URL der aufgerufenen Seite als Parameter bekommt. Das Skript wiederum sendet die URL an Google Analytics – und das obwohl Stealthy ausgeschaltet ist, wie man an dem roten Stealthy-Symbol erkennt.

    Aus dem JavaScript-Code ist nur erkennbar, das jede aufgerufene Website an Google Analytics gemeldet wird. Was allerdings serverseitig bei stealthy.co darüber hinaus ausgewertet wird, lässt sich am Skript nicht ablesen. Stealthy erhält auf jeden Fall die Informationen, welche IP-Adresse, welche URL zu welcher Uhrzeit aufruft.“

    http://www.zdnet.de/41561939/browser-add-on-stealthy-spioniert-es-seine-nutzer-aus/

  7. Fritz_ schreibt:

    Jetzt aber: das scheint der offizielle Link zu sein, Sony und so. http://www.youtube.com/watch?v=QWtsV50_-p4
    Browser frisch aufmachen, Stealthy einschalten, Adresse in die Adresszeile einfügen. Das geht.

  8. kreuzbube schreibt:

    Ich dachte, so ein Video soll Werbung für das Produkt machen, warum sonst produziert man es? Naja, da treffen sich die richtigen, Youtube (Google) wiederum möchte möglichst gratis Inhalte senden, um für Werbende attraktiv zu sein. So in etwa wie ein Fernsehsender, der Werbung ausstrahlt, aber selbst keine Sendungen produziert. Irgendwie beißt sich bei dem ganzen die Katze in den Schwanz.

  9. Fritz_ schreibt:

    Dieses Video ist, wie es aussieht, ausnahmsweise mal für alle Länder gesperrt. Der Telegraph hat sich bei der Plattenfirma eingeschleimt und zeigt eine Minute Ausschnitt. http://www.youtube.com/watch?v=fmZFCvgV2JM

  10. kreuzbube schreibt:

    Oh, das gibt Munition für alle Feinde des bestehenden Urheberrechts. Nachdem das neue Video von David Bowie bei youtube in zwei Tagen 2,5 Millionen mal aufgerufen wurde, ist es jetzt mit Hinweis auf die Gema gelöscht worden…

    • prieditis schreibt:

      Bestimmt so ein Trick, um das Marktinteresse anzufachen… ;o)

      • kreuzbube schreibt:

        Der Song ist bei iTunes am Tag der Videoveröffentlichung auf Nr. 1 der Verkäufe gerauscht. Diese cleveren Businessleute bei den Inhabern der Verlagsrechte und der Gema erwarten sicher ohne Video einen größeren Erfolg…

  11. carodame schreibt:

    Aha. Aber Schwimmen am Samstag!

  12. kreuzbube schreibt:

    Mein Vorstellungszeitraum beträgt gerade mal zehn Minuten… alles andere ist mehr als vage…

  13. prieditis schreibt:

    Hm, also, in 10 Jahren, da stelle ich mir das ungefähr so vor:
    „Ja, und jetzt das Bild links noch ein bisken mehr anheben….nein, das andere „Links“…“

  14. kreuzbube schreibt:

    Da schau her, der Jens Voigt twittert:

    „Actually isn’t today the birthday of the one and only David Bowie?! What a legend he is.“

  15. kreuzbube schreibt:

    Das ist aber ein schöner Ausblick! Ich drücke die Daumen, dass es klappt, zehn Jahre sind ja eine lange Zeit.

  16. Don Ferrando schreibt:

    Ach ja, David Bowie, den hatte ich schon fast vergessen.
    In zehn Jahren hoffe ich dauerhaft in der Toskana zu sein und meinen eigenen Wein zu trinken.

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