I was a punk before you were a punk

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch an den Wettstreit früherer Tage, als junge Menschen eiferten, wer schon früher als der andere völlig abgefucked war. Bevor jedoch irgendwer Punk war, war da James Osterburg aka Iggy Pop, der Mann, der seit Jahrzehnten kein Hemd mehr getragen hat. Die Erinnerungen der Älteren unter uns schweifen wahrscheinlich zu seinem Hit The Passenger, dessen background vocals David Bowie beisteuerte, der Iggys Mentor war und in den 70ern mit ihm in Berlin um die Häuser zog.

Bevor der kreuzbube aufs Rennrad steigt, hat er oft einen Song im Ohr, der seine Fahrt als soundtrack begleitet. Dieser soundtrack, der den unterschiedlichsten Stilrichtungen entspringen kann, schleicht sich unmerklich aus den Abgründen/Tiefen der kreuzbubenpsyche ein, kann aber auch von außen angestoßen werden. Ich weiß jetzt schon, dass mir der Passenger Rhythmus, Tempo und Stimmung der morgigen Fahrt quer durch Sachsen bestimmen wird, und Schuld daran sind drei Leute, die den Song gecovert haben. Nun bin ich ohnehin ein großer Freund der Vielfalt von Coverversionen, man denke angesichts der obigen Zeile aus einem Song der Tubes nur an Nina Hagens fulminanten TV-Glotzer, eine Coverversion des nicht weniger packenden Tubes-Krachers White punks on dope. Hier also Iggy Pops Passenger, gecovert in der Fußgängerzone von Konstanz. Let’s take a ride and see what’s mine… lalalalalalalala… You better listen!

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4 Antworten zu I was a punk before you were a punk

  1. Don Ferrando schreibt:

    Jetzt habe ich es gestern Abend dreimal angehört und heute morgen nochmal und jetzt kriege ich es natürlich aus dem Kopf nicht raus.
    Alledrings bin ich nicht beim Radeln, sondern im Büro
    lalalalalala

    • kreuzbube schreibt:

      Klasse, was? Mich hat es gestern unterwegs beflügelt. Nach ein paar Stunden begann ich etwas zu schwächeln, habe dann vor mich hingeträllert und dann ging’s bis zur Pause wieder.

  2. mark793 schreibt:

    Hach, diese Nummer ist einfach nicht kaputtzukriegen. Von den Songs und Tracks, die ich beim Pedalieren so im Ohr habe, dürfte ich einige schon in der Dunkelkammer vorgestellt haben (wie zum Beispiel das hier). Heute auf meiner kurzen Mittagsrunde war es seit längerem mal wieder der vermeintlich tote James Brown,

    Überhaupt scheint mir, dass ich in Sachen Innenohr-Mucke beim Radfahren meistens eher ein Rhythmiker als ein Harmoniker bin.

    • kreuzbube schreibt:

      Wir sollten uns Lenkerradios zulegen…

      Bei dieser Gelegenheit: Wenn Kommentare nicht sofort erscheinen, hat ds einer dieser Gründe:

      1) Es sind mehrere links enthalten, dann muss ich das freischalten, weil wordpress spam vermutet.
      2) Jemand kommentiert zum ersten Mal, auch dann muss ich ihn freischalten.

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