Aufbrezeln für die Amperauen

don ferrando möchte im kurz vor der Tür stehenden Frühjahr die schönen Wege abseits des Asphalts nicht länger missen. Weil er sich aber (wie er sich derzeit noch einredet) nicht noch ein Rad kaufen möchte, soll sein furioser Stahlrenner italienischer Provenienz aufgetakelt werden. Das ist weiter kein Problem, war doch Eddy Merckx bereits im Wald mit dem Stahlrahmen (und Felgenbremse) unterwegs, hat doch Ernesto Colnago bereits für Roger de Vlaeminck und den kreuzbuben die vorhandenen Rennräder mit zusätzlichen Bremssockeln versehen, an die dann Cantileverbremsen verbaut werden konnten. Die Rahmengeometrie lässt es -anders als bei modernen Rennrädern- zu, auch breitere Reifen aufzuziehen. (Heutzutage greifen Profis bei Straßenrennen wie Paris-Roubaix auch mal kurzerhand zum Crosser, den sie mit 30 mm breiten Reifen bestücken).

Welche Reifenbreite don ferrandos Rahmen zulässst, können wir aus der Ferne, das gute Stück steht noch in der Toskana, natürlich nicht beurteilen. Mit 28 mm breiten Reifen sollte er allerdings auf der sicheren Seite sein. Ob mehr geht, muss man schauen. So bekommt unser angehender gravel road-Radler von mir drei Reifen vorgestellt, die ihn schnell, aber robuster und komfortabler als übliche Rennradreifen voran bringen werden. Schlauchreifen sind hier außen vor, für die bräuchte er andere Felgen, es geht hier nur um Clincher. Die gibt als Faltreifen, die sich, nomen est omen, falten lassen und die leichter sind als die (allerdings billigere) Drahtreifenversion. 

conti4season_28

Der Continental Grand Prix 4season ist der schnellste Reifen des Trios.  Er gleicht vom Profil den schmaleren Ausführungen gleichen Namens, kommt mit 28 mm aber voluminöser daher. Als Rennradreifen ist er noch immer zu erkennen und so fährt er sich auch. Diesen Reifen hatte ich für die Hölle des Ostens aufgezogen und ich war dankbar, dass ich auf den 30 Kilometern Kopfsteinpflasteranteil die schlimmste Rüttelei  mit diesem Reifen ein wenig abmildern konnte. Auch im Alltag leistet er mir über Straßenbahnschienen, Schlaglöcher und ähnliche Hindernissen gute Dienste und ich hatte bis heute mit den 4season nicht eine einzige Panne. Der Reifen wiegt 260 Gramm, was für einen robusten Reifen sehr wenig ist. Internetpreise liegen bei etwa 35.- EUR, was der Radladen eures Vertrauens aufruft, müsst ihr selbst herausfinden.

panaracer_pasela_28

Der Schönling für klassische Stahlräder ist der Panaracer Pasela. Den hat don ferrando im Sommer schon am Colnago Crosser bewegt, zu seinem Wohlbefinden, wie mir schien. Die naturfarbene Flanke sieht schön aus, die Lauffläche ist profilierter als die des 4season. Der Reifen kommt klassischer daher und wirkt in 28 mm auch breiter als der Conti; ob er es ist, müsste ich messen, wozu ich jetzt zu faul bin.  Bislang hatte ich mit diesem Reifen eine einzige Panne, die auf meinen Versuch mit geringerem Luftdruck zurückzuführen sein dürfte. Der Panamaer Pasela ist 60 Gram schwerer als der 4 Season und schlägt in der Faltreifenversion je nach Tageskurs und Verfügbarkeit mit über 40.- EUR zu Buche. Als Drahtreifen bekommt man ihn um die 30.- EUR oder auch mal ein Stück weit darunter. Schmankerl für schönes Wetter: Die Kombination in weiß und creme.

schwalbe cx pro 3

Der Fall fürs Gröbere ist schließlich der Schwalbe CX Pro, der sich erst gar nicht die Mühe gibt, auch nur annähernd nach Rennradreifen auszusehen. Der CX Pro hat richtig große Stollen und krallt sich auch in weichen Boden. Nominell ist er 30 mm breit, real fällt er locker zwei Millimeter schmaler aus, weshalb auch er im Stahlrenner Unterschlupf findet. Wer nun denkt, die Stollen machten ihn unendlich viel langsamer, der irrt. Einmal in Rotation versetzt, rollt der Reifen auf dem Mittelsteg sehr gut ab. Der CX Pro ist als Faltreifen mit unter 300 Gramm ebenfalls ein Leichtgewicht und verhält sich auch so, was die Geldbörse betrifft. Für nen Zwanziger bekommt man ihn, die Drahtreifenversion ist noch billiger. Bisweilen wird von Testern ein allenfalls durchschnittlicher Pannenschutz angeführt, ich hingegen bin von Pannen mit diesem Reifen bislang verschont geblieben. Auch beim schmalen CX Pro empfiehlt es sich, den Luftdruck nicht zu weit abzusenken. In diesem Fall heißt das: Ich fahre den Reifen mit 4,5 bar. Für ein Querfeldeinrennen ist das nichts, für den Alltag passt es.

Nach oben, besser gesagt in die Breite (und damit auch nach oben), ist den Reifen keine Grenze gesetzt. Weil aber die Gabel und durchaus auch der Hinterbau des Rahmens das tun, lasse ich breitere Reifen hier außen vor, auch wenn es da ein paar schöne und gute Exemplare gibt. Preislich geht da ohnehin noch einiges… Um ein Fazit zu ziehen: Alle drei Reifen habe ich mindestens ein Jahr lang gefahren. Reifen, die ich nicht selbst getestete habe, bleiben hier außen vor. Der Conti ist dem Rennradreifen am nächsten. Mit 6,5 bar gefahren ist er auch richtig schnell. Von der Anmutung her ist der Panaracer mein Favorit, bei ihm muss ich nur vor stundenlangen Regenfahrten warnen. Die hübsche, naturfarbene Flanke bekommt dann hässliche, graue Schlieren. Der Schwalbe CX Pro kommt am Renner recht derbe herüber, ist von den dreien aber der beste Allrounder, weil er auf schwererem Terrain nicht die Waffen streckt. Wer drauflos fahren und schauen möchte, auf welche Wege es ihn verschlägt, ist mit dem CX Pro gut bedient.

Zwei Dinge zum besseren Verständnis: Der breitere Reifen, bei gleichem Luftdruck gefahren, rollt nicht schlechter als der schmale. Klingt merkwürdig, lässt sich aber erklären. Die Kontaktfläche des Reifens zur Straße ist etwa fingernagelgroß. Auf diese Fläche wirkt das Gewicht von Rad und Reiter ein, verursacht eine Delle. Ist der Reifen breiter, verteilt sich das Gewicht auf eine breitere Fläche, der Reifen „dellt“ sich weniger stark ein. Auch ein breiter Reifen, der etwas weniger Druck hat als der sehr dünne, fährt sich daher immer noch sehr schnell, denn die Gewichtskraft verteilt sich beim breiten Reifen auf eine größere Fläche.

Auf unebenem Untergrund erfordert der weichere, mit weniger Druck gefahrene Reifen weniger Kraftaufwand. Das klingt noch merkwürdiger, lässt sich aber ebenfalls erklären. Der harte Reifen muss über alle Unebenheiten sozusagen „hoch und runter“ fahren. Der weiche Reifen fährt darüber hinweg, er überrollt sie, hat bessere Traktion und Kraftübertragung.

Viel Vergnügen, don ferrando, beim Erkunden all der schönen Wege, die sich in der Sommersaison 2014 eröffnen werden. Sollte es doch noch ein Belgier werden, dann gibt es auch dafür einen kreuzbubenerprobten Reifentip.

clement_3

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter kreuzbube fährt, kreuzbube schraubt abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

27 Antworten zu Aufbrezeln für die Amperauen

  1. donferrando schreibt:

    Äh, Rundfahrt?
    Schrieb ich nicht kurze Strecke vom Stadtzentrum Florenz bis zum Bartali Museum in Ponte a Ema.

  2. carodame schreibt:

    Oh, eine Toscanarundfahrt…
    … Ich erledige die Reportage durch die Etappenziele…

  3. kreuzbube schreibt:

    @don ferrando: Nein, das Ist Baumwolle. Kann man im Sommer tragen, wenn man ein funktionelles baselayer drunter hat. Ich habe aber in Italien eine Quelle für ein Merino-Trikot, dessen Versand nach D aber viel zu teuer war. Suche ich heute Abend auf dem heimischen notebook.

  4. kreuzbube schreibt:

    Ergänzung:
    Mir sind noch weitere Reifen über den Weg gelaufen. Clément Pneumatici, ein altehrwürdiger Name unter neuer Lizenz, haben in 28 mm den Strada im Sortiment. Den habe ich noch nicht getestet. Weil ich aber von seinem Crossbruder, dem Crusade, absolut angetan bin, was Abrollverhalten und Traktion betrifft, möchte ich in den Raum werfen, dass es ihn gibt. Hätte ich nicht zuletzt zwei Conti GP4Season in 28mm Breite für schlappe 25.- EUR ergattert, dann wäre der Strada bereits mal aufgezogen.

    Interessante Alternativen in 30 mm sind der Challenge Eroica Road Open und der Challenge Almanzo – bzw. sie wären es, würden bei Challenge nicht Preise ab 50.- EUR aufgerufen, die ich nicht gewillt bin, zu bezahlen. Die Reifen kommen mit 260 TPI daher. Threads per inch bezeichnet die Anzahl der Fäden pro Zoll. So ein Reifen hat ein ganz anderes Abrollverhalten als ein verhältnismäßig starrer Pneu mit beispielsweise 60 TPI. Gleichwohl ist das im Alltagseinsatz, für jemanden, der nur mal über einen Wald- oder Feldweg fährt und nicht an Rennen teilnimmt, wahrlich kein Muss.

    (Gut, wenn man’s unbedingt haben will, der Almanzo sieht schon scharf aus…)

  5. kreuzbube schreibt:

    @cut: Das Rad war mir ein inneres Anliegen, nachdem ich die Biografie Bartalis gelesen hatte. Von Sporthelden wird gern und schnell geredet, aber Bartali gefällt mir. Er hat unter großen persönlichen Risiken das richtige getan, obwohl er es sich als Italiens Radheroe leicht hätte machen können und sich ganz leicht hätte raushalten können. Und er hat es so getan, das es anderen hilft und nicht um sich zum Helden zu stilisieren. Anschließend verliert er kein Wort darüber und vergisst nicht, sich nach Krieg und Schrecken wieder dem Leben zuzuwenden.

    Das Rad hat mir übrigens, als ich nur den Rahmen in den Händen hielt, zunächst nicht sonderlich zugesagt. Erst mit dem Aufbau mit all den anderen Teilen gewann es Stück für Stück. Die Reifen tragen ihren Teil dazu bei.

    • donferrando schreibt:

      Ich konnte das Rad ja in seiner ganzen Pracht bewundern und war auch hingerissen. Es ist nit nur durch die gelungenen fotografischen Abbildungen, sondern insbesondere in Natura ein besonders schönen Stück. Naturgemäß auch wegen der hier erwähnten Bartali Geschichte. Noch steht ein Besuch im Museum bei Florenz aus bzw mußte mehrfach wegen verschoben werden.
      Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und ich werde den Besuch sicher in 2014 nachholen. Die ´(kurze) Strecke von der Piazza San Giovanni in Florenz (Sitz des Bischofs) nach Ponte a Ema habe ich schon festgelegt. Das Streckenprofil ist so, daß selbst ich es leicht schaffe! Interessierte sind eingeladen, mich zu begleiten
      Die Vorfreude ist natürlich die größte Freude.

  6. kreuzbube schreibt:

    don ferrando, den Test können wir auch gerne hier vor Ort machen. Wir könnten dann auch mal über Leipzigs Kanäle schippern. Hier gibt’s sogar zwei Gondoliere und eine schöne Geschichte dazu … nach einem irren Kampf mit den hiesigen Behörden. Beteiligt waren die Leipziger Wasserbehörde, das Ordnungsamt, die Wasserregisterbehörde, die Brandenburger Landesbehörde für Verkehr und Straßenbau (weil Leipzig nicht wusste, wie man was zu genehmigen hatte, aber auf einer Genehmigung bestand). Schließlich einigten die Beamten sich darauf, dass man das Sächsische Wassergesetz in seiner Fassung von 1987 als Grundlage für die Registrierung der Gondeln verwenden müsse. Restaurant- und Gondelbetreiber Signore Signorello erhielt daraufhin einen Papierstapel, dessen Deckblatt noch das Emblem der DDR trug. Seine Reaktion:

    „Die sind doch nicht normal“, sagt Herr Signorello. „Ich bin ein geborener Antikommunist.“

  7. kreuzbube schreibt:

    Ein weiteres Exemplar: Der Challenge Paris-Roubaix, in 27 mm Breite. Da wird’s dann aber schon teuer… weil ich ihn nicht gefahren habe, kann ich auch nichts dazu sagen. Challenge ist ein italienischer Hersteller (produziert wird meines Wissens in Taiwan), der unter Crossern sehr beliebte, aber auch sehr teure Crossreifen fertigt.

  8. donferrando schreibt:

    Werter Herr Mark,
    ich sehe das ganze erstens laienhaft und zweitens emotional.
    Und wie der Kreuzbube schon schrieb, fand ich großes Wohlgefallen am Panasonic bei meiner Übungsfahrt auf dem Laubfrosch! Und zwar auf Teer, Schotter, Kopfsteinpflaster und Betonplatten.
    Möglicherweise, weil es ein schöner Tag in angenehmer Gesellschaft war.
    Sollte er in den Rahmen passen, wäre er sicher meine erste Wahl.

    • mark793 schreibt:

      roma locuta, causa finitia.

    • kreuzbube schreibt:

      Wir können das so machen, dass ich mal einen Panasonic zusammenfalte und zum Ausprobieren südwärts schicke. Meine Empfehlung ist er allemal. Schön anzusehen, wie gemacht für den Stahlrenner, leicht und leicht rollend. Einen schmal bauenden Vor-Vorgänger in 25 mm Breite habe ich am Bartali-Rad. Da würden locker auch 28 mm und mehr passen.

      • donferrando schreibt:

        Besten Dank.
        Ich muß mal sehen, wann ich das Rad aus der Sommerresidenz holen kann im Tausch gegen den Veroneser, den ich wegen des gewichtes und der verbauten Kompaktkurbel dort stationieren will.
        Am liebstens würde ich dann im Frühjahr mal kurz vorbeikommen und dann könnten wir das mit den Reífen austesten.

      • cut schreibt:

        Gerade auch noch mal die anderen Bilder von dem Bartali-Rad angeschaut. Was für einen Schönheit!

  9. kreuzbube schreibt:

    Hier haben wir einen, der den Conti 4season in 28mm Breite in seinem Stahl-Pinarello untergebracht hat, das zudem mit einer modernen Carbongabel versehen ist:

    http://jwanermanbikeblog.blogspot.de/2010/07/continental-grand-prix-4-season.html

    Und hier der Conti in 28 mm an der Winterschlampe bei Fahrradsucht:

    http://www.fahrradsucht.de/komet/komet.php

    Bei mir passt er in die Gazelle auch problemlos rein. Wie gesagt, der ist halt sehr nah am Rennradreifen, was man neben der Form und den Maßen auch bei der Haftung auf nasser Straße merkt. Wie alle Conti Grand Prix ist er da top.

    • mark793 schreibt:

      Schon möglich, dass der mehr oder weniger profillose 28er Conti auch beim Daccordi passen könnte. Aber was mit Profil in der Größe wahrscheinlich eher nicht. Und was die glatten Allwetterreifen, mit denen man gut Kopfsteinpflaster fahren kann, besonders für die Isar-, Amper-, Lech- und Iller-Auen qualifizieren sollte, sehe ich nicht so recht. Zumindest auf Basis der nicht befestigten Wege, die ich hier so fahre, würde Ich im Zweifelsfall lieber einen 25er mit Profil in den Hinterbau würgen als als einen glatten 28er. Das aber auch nur unter der Prämisse, dass ich für die Auen und zum Asphaltsägen jeweils einen eigenen Laufradsatz vorhalte. Wenns stattdessen einer für alle Zwecke sein soll, ist der 4Season womöglich doch die klügere Entscheidung.

  10. mark793 schreibt:

    Hm, das könnte eng werden. Wenn ich das hier richtig sehe, bauen schon die 23er-Slicks recht nah am Sattelrohr. Da kann es sein, dass 28er-Reifen allenfalls ohne Luft in den Hinterbau passen – und im aufgepumpten Zustand am Sattelrohr schleifen. Das ist der Nachteil der Italanità, ich bin beim Olmo, der auch eine sehr italienische Geometrie hat, mit den 25er Marathon plus schon am Ende der Möglichkeiten, sowohl am Sattelrohr als auch vorne in der Gabel, wo ich mit der Feile schon bisschen, öhm, nacharbeiten musste.

    Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass die 25er-Profilreifen meinen Anforderungen nach Offroad-Fahrkomfort bislang vollauf genügen. Ich fahre damit z.B. auf diversen Schotter- und Feldwegen, Trampelpfaden und Waldwegen, scheue auch keine Straßenbahnschienen-Querungen und Pflaster-Abschnitte. Wenn ich bei Größe egal wählen müsste zwischen dem hier gepriesenen Panaracer und dem Marathon plus, würde der Reflektorstreifen des Schwalbe-Reifens eher den Ausschlag geben als der Retro-Chic mit der naturfarbenen Flanke. Schließlich ist das Rad für die rauheren Bedingungen im Zweifelsfall auch das, welches ich bevorzugt durchs Dunkel bewege.

    Von Pannen kann ich bislang auch nicht berichten, selbst die Marathon (ohne plus für Pannenschutzeinlage) am Damenrad haben uns noch nicht im Stich gelassen, und die noch robusteren Plus fährt man notfalls auch ohne Luft nach Hause – was bisher nur wenige Meter nötig war, als ich an der Tanke ein Ventil schrottete.

    • kreuzbube schreibt:

      Je neuer der Rahmen des Rennrads, desto weniger Platz. Horizontale Ausfallenden ließen zudem das Verschieben des Hinterrads zu.

      Den Marathon habe ich bei Urlaubsreisen gefahren. Er ist unbestreitbar der Top-Reifen, wenn es um Pannenschutz geht. Ich habe ihn dennoch unberücksichtigt gelassen, weil er in einer ganz anderen Gewichtsklasse spielt. Was wiegen die zur Zeit? 550, 600 Gramm das Stück? Da hat man schon über ein Kilo am Rad hängen nur durch die Reifen. Beim 4season und beim Panaracer ist zudem die Karkasse viel geschmeidiger ist und das merkt man auch beim Rollen.

      • mark793 schreibt:

        Ehrlich gesagt hat mich die Gewichtsfrage der Schlappen nur einmal beschäftigt, und zwar bei der 111er-Runde mit Aphro Child und Herrn Cut, auf der ich mich dann irgendwann in der zweiten Hälfte gegenüber den fitten Fahrern mit ihren Slicks auf Asphalt leicht gehandicapped fühlte. Aber sonst mach ich mir da überhaupt keinen Kopf, der Reifen passt für meine gemischten Anforderungen (ich fahre ja nie ausschließlich abseits der Straße oder gar im Morast) ziemlich perfekt, und wenn ich die erhöhte Sichtbarkeit im Dunkeln gegen die Geschmeidigkeit der Karkasse abwäge, ist mir letztere dann doch weniger wichtig. Ist halt immer eine individuelle Abwägung von Faktoren, die je nach dem angestrebten Einsatzgebiet (und der angedachten Arbeitsteilung im bizyklischen Fuhrpar) variieren kann – und nicht zuletzt je nach dem, was der Rahmen an Platz lässt. Da würde ich wie gesagt beim Daccordi eher nicht unbedingt davon ausgehen, dass ein 28er-Reifen problemlos passt. Aber Versuch macht kluch.

  11. donferrando schreibt:

    Ach lieber guter Kreuzbube, herzlichen Dank für diese personalisierten Reifenempfehlungen.
    Das Radfahren ist leider in weite Ferne gerückt, ob mit 23mm Slicks auf Asphalt oder den Empfehlungen über die schönen Queerfeldeinwege. Denn bei salzigem kalten Winterwetter fahre ich nicht.
    Wegen familiärer Verpflichtungen muß ich gar das ersehnte Weihnachtstraining im sonnigen Süden absagen. Mal sehen, ob ich 2014 dann noch Energie dazu habe.
    Eine Neuanschaffung eines Belgiers verbietet sich schon gleich gar, denn mit den begrenzten Finanzmitteln muß ich die von Silvio verwüstete Konjunktur mitanstoßen.
    Nach Aschermittwoch sehe ich hoffentlich klarer!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s