Rollende Routine

Mit dem Rennrad raus aus Leipzig. Das geht so: 40 Kilometer, 4 Autos. 

15.05.05

Zwischendurch die übliche Routine, ein Turm hier, ein Schloss da, unsere Ausflüge haben ja gerne mal einen kulturhistorischen Anstrich.

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Rennradschuhe sind Mist. Mountainbikeschuhe sind prima. Wenn man Schlösser, Burgen und Türme besichtigt. (Slopingrahmen, vor allem in Kombination mit zwei Flaschenhaltern, sind auch Mist, wenn man das Rad schultern möchte)

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Im Schloss Colditz haben sie es früher gut mit den Pferden gemeint.

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Mit den Menschen dann weniger. 

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Noch etwas später, ab 1940, wurde Schloss Colditz Internierungslager für gefangen genommene Offiziere der Westalliierten. Und wieder etwas später, nach Kriegsende, diente es als Sammellager für Gutsbesitzer und Adlige, die man auf die Insel Rügen deportierte.

Auf dem Rückweg erhöhtes Verkehrsaufkommen!

15.11.52

So sieht das hier aus. 

(Und weil die Strecke so schön war, fahren wir das demnächst gleich noch einmal. Für die werten Mitfahrer gilt: Meine Planungen erstrecken sich schon den ganzen März hindurch und in den April hinein…)
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16 Antworten zu Rollende Routine

  1. Texas-Jim schreibt:

    Das sieht bei mir dann etwa so aus:
    Bild

    • kreuzbube schreibt:

      In der Mittagspause getestet: Das ist kein schlechter Kompromiss, wenn man das Rad mal tragen möchte/muss. Nachteile: Die Unterkanten des Sattels drücken mehr auf der Schulter als das Oberrohr. Beim Rennrad zerschrammt man sich den kleinen Finger am großen Kettenblatt, vom Geschmiere mal abgesehen. Vor allem aber: Lenker und Vorderrrad sind nicht fixiert.

  2. kreuzbube schreibt:

    @texas-jim: Ich schultere ja automatisch so – beim Rahmen mit klassischem Oberrohr.

    Den Sattel auf der Schulter aufzulegen kann ich mir gerade nicht so recht vorstellen, das muss ich mal ausprobieren.

  3. fritz_ schreibt:

    Ganz genau. Es wird gnadenlos abgerüstet.

  4. kreuzbube schreibt:

    Ich kann mir das nicht leisten, etwas zu kaufen was Kleingedrucktes hat.

    • donferrando schreibt:

      Ich kann mir gar nichts mehr leisten, egal ob kleingedruckt oder groß!

      • kreuzbube schreibt:

        Ich gewinne ja ständig neue Erkenntnisse. Nun auch: Wenn ich mein Dasein dereinst in der einzig akzeptablen Weise führen möchte, nämlich als Privatier, dann geht das mit einem Verzicht auf Konsumgüter einher.

      • donferrando schreibt:

        Konsumgüter werden völlig überschätzt. Als ein Freund seinen Miura verkaufte, konnte ich es erst nicht verstehen.
        Er hat mir dann gesagt >i>“Ich habe ihn gehabt und mich erfreut. Das wird mir immer bleiben. Jetzt kann ich ihn auch abgeben“.
        Und so möchte ich es auch machen, wenn ich in absehbarer Zeit die Erwerbstätigkeit beende.

  5. fritz_ schreibt:

    Das steht im Katalog eines Rads immer auf der vorletzten Seite, Schulterfähigkeitsindexohnemitlenkerfesthalten.
    Die Variablen sind Gesamtgewicht (29 %), Slope ja/nein (1 %), offen liegende Züge (70 %), oder nicht? Das muss man doch heutzutage noch sagen dürfen! :-9

  6. mark793 schreibt:

    Ah, nichts gegen Routine-Ritte, wenn sie so wie hier was fürs Auge bieten.

    Im Übrigen ist Sloping-Geometrie nicht erst beim Schultern ein Nachteil, sondern schon beim Angucken, das sieht einfach nicht schön aus.

    • kreuzbube schreibt:

      Ganz Deiner Meinung. Ein gerades Oberrohr ist schöner.

      Fürs Auge könnte ich auf solchen Fahrten viel mehr bieten, aber dann müsste ich zu oft anhalten, die Kamera (oder wie hier das Telefon) herauskamen, knipsen, wieder einpacken… Du wirst das kennen. Nach Colditz fahren wir demnächst noch einmal. Das Schloss ist riesig und ich möchte es mir auch mal von innen anschauen. Dazu muss ich dann ein Schloss mitnehmen.

      • mark793 schreibt:

        Ja, ich kenn das, für all die nicht gemachten Bilder (meistens habe ich ja kar keine Kamera dabei, und was mein altes Handy knipst, kann man getrost vergessen) würde ich ein paar zusätzliche externe Festplatten brauchen.

        Ansonsten fahre ich, wenn ich nicht gerade das Koga mit Klickpedalen durch die Gegend trete, meistens eh ein straff um die Sattelstütze gewickeltes Spiralschloss spazieren. Das bisschen fällt kaum ins Gewicht gegenüber dem Zugewinn an Flexibilität, irgendwo einkehren zu können oder sich in Ruhe was anzugucken, selbst wenn das vorher nicht geplant war.

      • Texas-Jim schreibt:

        Über Schönheit lässt sich sicher streiten.
        Was das Tragen angeht, habe ich mein (stark geslopedes) Trek gern am Sattel auf der Schulter hängen. Dann habe ich die rechte Hand am Unterrohr und noch eine Hand frei. Und sogar den großen Rucksack kann ich noch auf dem Rücken behalten. Das taugt mir eigentlich ganz gut.

  7. kreuzbube schreibt:

    Die Briten scheinen einen Narren an Colditz gefressen zu haben. Die haben mehrere Dokus und Spielfilme gedreht.

    The Colditz Story (Spielfilm 1955)

    Colditz (TV Serie BBC, 1972-1974)

    Escape from Colditz (Doku 2001)

    Colditz (zweiteiliger Spielfilm 2005)

  8. fritz_ schreibt:

    Angeblich kennt in England fast jeder Schloss Colditz dem Namen nach. Da war doch mal was während des WK mit einem Fluchtversuch und einem selbstgemachten Fluggerät.

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