Welkom in Vlaanderen

Brügge is’n Scheiß-Kaff.
Brügge is‘ kein Scheiß-Kaff.
Brügge is’n Scheiß-Kaff.
Ray, wir sind gerade erst aus dem scheiß Zug gestiegen. Könnten wir die Beurteilung von Brügge zurückstellen, bis wir den beschissenen Ort gesehen haben?
Dialog aus Brügge sehen… und sterben?
***

Wo es gerade stürmt und Regentropfen fallen, fällt mir Brügge ein. Brügge ist der Startort der alljährlichen Flandernrundfahrt, einem der fünf Monumente des Radsports. In Brügge gehen alljährlich anlässlich des Profirennens auch die Freizeitsportler an den Start, um auf der gleichen Strecke, oder zumindest auf einem Teilabschnitt davon, auch einmal vom Hauch des Monumentalen umweht zu werden.  In Brügge starten dann so in etwa 16.000 Freizeitsportler und das sind dann doch arg viele. Zu viele für prieditis und mich. Immerhin liegt Flandern direkt danach immer noch flach vor uns, nur mit weniger Leuten drauf.

Nach Brügge wollte ich schon immer mal, aber weniger des Radsports wegen. Wenn prieditis und kreuzbube fahren, dann ist ohnehin klar, dass es nicht nur ums Radfahren des Radfahrens wegen geht. Das Velo ist Vehikel für Freiheit und Abenteuer, soweit es so etwas in Zeiten der Kreditkarte und des Smartphones in Mitteleuropa gibt. Über Leibesertüchtigung und Leibesermüdung führt unser Weg zu Kultur und Kulinarischem. Irgendwie müssen wir nach Brügge und zurück, das steht fest. Alles weitere findet sich unterwegs. Wind und Wetter wird getrotzt, so wie es eben kommt.  

foul_weather

Im Spannungsbogen von Fass und Fritteuse

Kreuz und quer durch Vlaanderen kreuzen wir, das alles unter Anpassung an und Unterwerfung unter landestypische Gebräuche. Vom Sattel in die Spelunke –  und vice versa; dazwischen mal ’ne Ausstellung und dieses und jene Gemäuer, so könnte man das Vorhaben umreißen. Als Reminiszenz und sozusagen Schlussetappe des Concours des Corbeaux wird Kunst ausgesetzt.

Starterpaket Flandern

Starterpaket Flandern

Die Vorbereitung ist kreuzbubentypisch perfekt. In Belgien geht es gerne mal zugig zu, heißt es, mit Wind vom Atlantik her, da bringen wir über die Bekleidung schon Verbundenheit mit den Einheimischen zum Ausdruck (prieditis meint, das entfällt, wenn wir durch Wallonien fahren). Über Brügge sind wir durch cineastische Bilder voll im Bilde. Sogar einen Reiseführer haben wir auswendig gelernt, der uns verrät, auf welche Sitten und Gepflogenheiten der Belgier wir uns einstellen müssen.

Wie gesagt, der Radsport ist nicht schuld, dass ich nach Brügge will, ja muss. Der Auslöser war damals dieser Film:

Fortsetzung folgt.
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15 Antworten zu Welkom in Vlaanderen

  1. kreuzbube schreibt:

    Oh, wie oft müssen wir uns denn am Tag umziehen? Und wo passt der Hut rein?

  2. kreuzbube schreibt:

    @mark793: Eine zusätzliche lange Hose nur für einen kalten Tag will auch wieder verpackt werden. „Reise leicht und Du reist schnell“ begrenzt aber das Volumen des Gepäcks. Ich fahre ja nicht mit großen Packtaschen links und rechts und vorne und hinten… Die Beinlinge zieht man flugs an oder aus und stopft sie in die Trikottasche, das ist die unkomplizierteste Variante.

    Es wird schon werden. Entweder wir fahren dann hat schneller oder gehen öfters Kaffee trinken…

    • mark793 schreibt:

      Für eine möglichst modular ausgelegte Reisegarderobe sind Beinlinge sicher die bessere Wahl. Aber Temperaturempfinden ist individuell und hängt u.a. auch von der Gangart und Streckenlänge ab, die man sich vornimmt. Ich fahre ja oft noch in lang, wenn die nasengepflasterten Hardcorefreaks schon längst in der Borat-Badehose die Landstraßen entlang pumpen.

      Entsprechend werde ich in den Westerwald – eingedenk der frostigen Temperaturen im Vorjahr – wahrscheinlich auch eher zu viele Klamotten als zu wenig mitnehmen. Wobei der Platz im Darkmobil auch sehr begrenzt ist mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern, und dem ganzen Gelörre.

  3. ist ja gar kein rad-film 😦 😉 anyway, viel spaß und einen sich irrenden wetterbercht (könnte ja wärmer sein) wünsche ich!

    • kreuzbube schreibt:

      Mit kurzen Hosen durch’s Schneetreiben, das hätte was Episches… (Wäre aber geflunkert, weil es ja Beinlinge gibt) Soweit man das jetzt schon sagen kann, wird es aber an den folgenden Tagen wärmer, mit Höchstwerten zwischen 10 und 15 Grad. Für mich eine prima Temperatur zum Radfahren.

      • mark793 schreibt:

        Wärmere Temperaturen sind eigentlich nur beim Rasen und Klettern von Vorteil, zum Touren sind 10-15 Grad nicht schlecht. Wobei der Windchill in der Ecke nicht zu unterschätzen ist. Bei mir wäre da wahrscheinlich die lange Hose gesetzt (auch wenn ich mir grad ein Paar Beinlinge angeschafft habe).

        Wünsche Euch gutes Gelingen und freue mich schon auf hochspannenden Bike-Content.

  4. don ferrando schreibt:

    Mein Großvater war 1914 in Flandern und ich vor dreizehn Jahren. Ein wunderschönes Land. Natürlich ging zum Schild Fietsen verhuur, um auch angemessen mobil zu sein!
    Ich wünsche Euch alles Gute und etwas beneide ich Euch auch!

    • kreuzbube schreibt:

      Der Wetterbericht sagt für unseren Start am 17.04. für Aachen (von dort aus geht’s via Maastricht nach Belgien) voraus:

      mäßige od. starke Schneeschauer
      0 / 8 °C

      Da wird es uns zum Auftakt vielleicht ergehen wie Bernard Hinault damals in den Ardennen. Die Vorfreude ist dennoch groß, mal schauen, was der Kleiderschrank kann.

  5. twobeers schreibt:

    Ach, könnte ich euch doch begleiten! Mengen von verschiedensten Bieren trinken, Fritten essen und dem Wind trotzen. Dazu auf dem Merckx ein paar Hellingen und Kasseien nehmen….Viel Spaß Euch!

    Twobeers

    • kreuzbube schreibt:

      Nur zu! Ein Mann mit guten Beinen vorne im Wind soll uns willkommen sein. Du wolltest doch an Ostermontag den R1 nach Münster fahren, fahr‘ ihn halt in die andere Richtung. Denn wir kommen am Ostermontag zurück nach Düsseldorf. Start ist am Gründonnerstag. Für den Transfer von Leipzig an den Rhein ist noch Platz in meinem Kombi. Die grobe Streckenvorstellung folgt in Kürze, das Tagespensum wird wohl so 150+ km sein.

      • Twobeers schreibt:

        Leider nein, ich warte erstens auf besseres Wetter und zweitens ist ein Osterfest getrennt von der Familie undenkbar. Sollte ich aber in Münster Langeweile, noch gute Beine und Zeit haben, vielleicht fahr ich noch ein stück weiter gen West. Allerdings muß ich ja am 26.4. auch schon an die Ostsee…

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