Ich steh‘ auf Berlin, 2

Ausgegraben: Eineinhalb Minuten vom Goldenen Jubiläum, vom 50. Berliner Sechstagerennen im Sportpalast anno 1962 in einem Bericht des britischen Fernsehens. Alles dabei, was dazu gehört: Rasante Rennen, Sportpalastwalzer, Reinhold „Krücke Habisch pfeift vom Heuboden, Rennfahrer, die während ihrer morgendlichen Runden die Zeitung lesen, Wurscht und Bier.

Den Startschuss zum 50. gab Max Schmeling. Die Sieger waren zwei Große des Radsports, Peter Post (NL) und Rik van Looy (BEL) vor dem erfolgreichsten* deutschen Sechstagefahrer überhaupt, Klaus Bugdahl, der mit dem Schweizer Fritz Pfenninger ein Team bildete. Spannung kam beim abschließenden Derny-Rennen auf, als Peter Post in voller Fahrt der Lenker brach. Er steuerte gekonnt aus, wechselte das Rad und holte den davongefahrenen Bugdahl noch ein. Rudi Altig konnte nicht dabei sein, weil er sich kurz zuvor beim Kölner Sechstagerennen das Schlüsselbein gebrochen hatte. Er gewann dann mit Hennes Junkermann die 51. Auflage des Rennens.

(Two Dutchmen were the winners, berichtete der Reporter zum Schluss. Holländer, Belgier, wer will da schon kleinlich sein und beide unterscheiden…)

*Klaus Bugdahl fuhr in 22 Jahren 229 Sechstagerennen, von denen er 37 gewann. Aber auch auf der Straße wusste er wie’s geht und war 1958 Deutscher Meister. Bugdahl wurde in Berlin geboren, recht bald hatte es ihn aber in meine Heimatstadt Wiesbaden verschlagen. Wiesbaden unterscheidet sich von Berlin dadurch, dass man es in jeden beliebigen Berliner Bezirk reinpacken könnte (was natürlich auf die meisten deutschen Städte zutrifft) und dass es dort Höhenmeter gibt, denn die Straßen führen alle rauf und runter – oder runter und rauf.
***

Bahnradsport aktuell: Stephanie Pohl aus Cottbus gewinnt bei der Bahn-WM 2015 in Paris Gold im Punktefahren. Im Teamsprint der Männer holen Joachim Eilers (Köln), Rene Enders (Zeulenroda) und Robert „Quadzilla“ Förstemann (Greiz) Bronze.

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