Schöner wohnen

Heute geriet ich mit dem Rad in die Aktion „Unsere Stadt soll schöner werden“. Das Farbspektrum des urbanen Lebensraums, so erfuhr ich, sollte weniger kackbraun aufweisen.

#1212_7

Leider konnten die Initiatoren sich gestalterisch von der von ihnen abgelehnten Stilrichtung nicht lösen. Sie folgen wohl der gleichen Schule.

#1212_8

Eine Haltestelle...

Eine Haltestelle…

Noch ne Haltestelle...

Noch ne Haltestelle…

Nach drei Stunden auf dem Rad hätte ich mich sogar an dem einen oder anderen Feuer wärmen können, wäre da nicht dieser beißende Geruch gewesen, den brennende Autoreifen verströmen.

#1212_5

#1212_1

Auf dem Heimweg denke ich mir: Wenn jetzt einer aus dem Irak oder aus Syrien hierher flieht, ob der nicht fassungslos ist, dass hier Barrikaden brennen, Haltestellen zerstört und Scheiben zerdeppert werden? 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Schöner wohnen

  1. manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern. werch ein illtum. (Ernst Jandl)

    die denkmuster an den rändern sind einfach abscheulich… bei extrem rechts ist ja allseits bekannt, was mit denen los ist, da braucht man mMn nicht viel dazu zu schreiben. extrem links (mit ausprägungen, wie im beitrag beschrieben) ist leider für viele gesellschaftsfähig (in Ö. zumindest). und dann ist halt irgendwer anders schuld, dass man ja fast dazu gezwungen wurde, zu randalieren: z.B. die polizei, die, gegen die man „demonstrierte“, die angebliche allgemeine gewalt der gesellschaft,…

    • kreuzbube schreibt:

      Brüder im Geiste, ohne dass Sie es merken. Und das schon lange. 1932 kam es in Berlin zum Schulterschluss zischen Nazis und Kommunisten. Walter Ulbricht, KDP-Chef von Berlin, und sowie Joseph Goebbels, der Gauleiter der Berliner NSDAP Seite an Seite im Streik gegen die Berliner Verkehrsbetriebe und im Kampf gegen die SPD. Vier Tote waren das Ergebnis, ungezählte Verletzte, eine Orgie der Gewalt und Zerstörung auf den Straßen. „Bolschewismus und Faschismus haben ein gemeinsames Ziel: die Zertrümmerung des Kapitalismus und der Sozialdemokratischen Partei“ hieß das damals.

      Im Spiegel kann man dazu etwas nachlesen: http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecialgeschichte/d-55573688.html

  2. kreuzbube schreibt:

    Meine abschließende Frage im Betrag wurde beantwortet. Die Leipziger Volkszeitung (LVZ):

    „Nicht zuletzt hatten einige Gewaltbereite auch das Gelände der Flüchtlingsunterkunft in der Bernhard-Göring-Straße 107 als Rückzugsraum genutzt. ‚Das Gewaltpotential war augenscheinlich so groß, dass viele Zufluchtsuchende unnötig in Angst gerieten und Schutz in den benachbarten Gebäuden suchten‘, so die Grünen.“

  3. foster schreibt:

    Das Schlimme ist: es war so vollkommen absehbar. Einfach schon, weil es Richtung Conneweitz ging. Laut Platitüde hat verloren, wer sich provozieren lässt. Das hat die Antifa überzeugend getan. Anstatt die 150 Idioten ihre paar Meter laufen zu lassen oder die Gegendemo wenigstens sachgerecht der FDÄ zu überlassen. Bedauerlich.

    • kreuzbube schreibt:

      So ist es. Einfach laufen lassen, die paar Spinner und sie links -in diesem Falle: rechts- liegen lassen. Dann hätte sich kein Mensch für sie interessiert. So hingegen haben die Rechten das Stöckchen hingehalten und prompt sind sie alle drüber gehüpft.

  4. carodame schreibt:

    Destruktives Verhalten beim Hund(z.B. beim Guten Bubi)gilt als asozial, wird sofort unterbunden. Kommentarlos. Nachhaltig.
    Was heute hier passierte(während ich 70fach Erkältungen, Brechdurchfall, Pille danach, Zu-Viel-Pilz-in-der Suppe, Scharlach, Ach-ich-hab-meine-Drogen-verloren etc.behandelte)entspringt einzig und allein dem Willen nach unbedingtem Anders- und vor allem Dagegensein.
    Asozial.
    Im Zeichen von Roten Sternen wurde schon viel Gräuel getan. Wird gern vergessen.
    Vielleicht gibt es auch mal „Rock gegen Links“ … ?

  5. Pingback: “Schöner wohnen” – gleiche Meinung | Tausendkilometer

  6. alex schreibt:

    ….ich mag diese „Herrenmenschen“ die sie immer sein wollen auch nicht. Aber auch andere Extremismus steht bei mir nicht gerade „hoch im Kurs“.

    • kreuzbube schreibt:

      Was soll man dazu noch sagen? Viele Worte braucht es nicht, wenn die Geschehnisse für sich sprechen. Gestern Nacht wurde einem Abgeordneten der Linken ein Pflasterstein ins Bürofenster geworfen. Heute haben die linken Gegendemonstranten Pflastersteine fliegen lassen. Da herrschen die gleichen Denkmuster vor.

      Das ist alles schon einmal da gewesen in der Weimarer Republik, wo sich Faschisten und Kommunisten Schlachten lieferten – allerdings auch gemeinsame Sache machten, wenn es gegen die SPD ging. „Bolschewismus und Faschismus haben ein gemeinsames Ziel: die Zertrümmerung des Kapitalismus und der Sozialdemokratischen Partei.“ hieß das damals. Da haben dann auch schon mal Walter Ulbricht (KPD) und Joseph Goebbels (NSDAP) gemeinsame Sache gemacht, wie 1932 beim Streik gegen die Berliner Verkehrsbetriebe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s