Auf den Ästen, in den Gräben

Und der Wald, er steht so schwarz und leer,
Weh mir, oh Weh,
Und die Vögel singen nicht mehr. „Ohne Dich, Rammstein
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***

Erster Teil.

In dreieinhalb Stunden, lobte Heinrich Mann in den 1920er Jahren, könne er von der Hauptstadt aus mit dem Zug auf die Insel Usedom fahren. Heute, im dritten Jahrtausend, dauert die Fahrt von Berlin aus fast vier Stunden. Die monumentalen Überreste aus Beton und jeder Menge Stahl, die wir hier sehen, bringen uns der Erklärung näher.

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Es gibt seit 1945 keine direkte Fernverbindung zwischen dem Festland und der Insel Usedom mehr. Wer dort hin will, muss weit vorher in Züssow (Landkreis Vorpommern-Greifswald, 1436 Einwohner) Halt machen, raus aus dem Zug und in die Usedomer Bäderbahn umsteigen. Die fährt zwar (bei Wolgast) über eine Brücke auf die Insel, aber mehr als die Triebwagen der Bäderbahn verkraftet die Brücke nicht. Ein ausgewachsener Zug übersteigt ihre Tragkraft. In den 1930er Jahren war das anders. Da passierten mehr als 30 Züge am Tag die von 1932 bis 1934 gebaute Karniner Hubbrücke. 360 Meter lang war sie und ihr Mittelteil konnte angehoben werden, damit Schiffe ihren Weg fortsetzen konnten. Vier gigantische Gegengewichte zogen nach unten und damit den mittleren Brückenteil mitsamt den Gleisen 30 Meter weit nach oben. Näherte sich ein Zug, konnten die Gleise binnen zwei Minuten heruntergelassen werden.

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Als der Krieg im April 1945 längst verloren war, sprengte die Wehrmacht die Brücke, damit die Rote Armee sie nicht nutzen konnte. Nur den mittleren Teil ließen sie stehen und fuhren die Brücke ein letztes Mal nach oben, damit die heimwärts fliehenden Überreste der Flotte zurückkehren konnten. Und so steht das (denkmalgeschützte) Überbleibsel des einstigen Schienenwegs seit 70 Jahren dort und wartet auf Züge, die nicht kommen, ebenso wie die Gleise, die noch immer dort liegen. Eine Neuerrichtung der Fernverbindung ist in weiter Ferne, auch wenn sie die Fahrzeit von Berlin nach Usedom auf zwei Stunden verringern würde. Die Turmfalken freut es, sie haben sich die Brücke längst als Nistplatz erobert und auch andere Vögel bevölkern das Relikt vergangener Zeiten.

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Eine halbe Stunde weiter, mit dem Crosser über den Haff-Radfernweg nach Stolpe.

Gräfin Freda war beliebt im Dorf. Das durfte unter neuer Herrschaft nicht so bleiben. Nichts sollte mehr an sie und an frühere Zeiten erinnern und auch das Schloss sollte nicht mehr wie ein Schloss aussehen.

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Erst riss man einen Teil davon ab, später trug man den hinteren Renaissancegiebel ab und riss die Türme herunter. Die großen Fenster mit ihren Rundbögen hatten allerdings noch immer einen zu extravaganten Charakter. Heraus damit! Statt einfach alles zu zerstören, (was ich noch ansatzweise nachvollziehen könnte) machte man sich eigens die Mühe, kleine, rechteckige Fenster hinein zu mauern, den verzierten Putz abzuschlagen und durch einfachen, grau-braunen Putz zu ersetzen. Das sah dann entsprechend aus:

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Mittlerweile ist das Schloss restauriert worden und dient als Dorfgemeinschaftshaus für vielfältige kulturelle Veranstaltungen.

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50 bis 60 km weiter nordwestlich, über Feld- und Waldwege die Küste hinauf. Wieder stoßen wir auf Bauten, die an frühere Zeiten erinnern. Nazi-Militäranlagen, Testgelände, Kraftwerk, Hafen… alles mit Hilfe von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen errichtet, um dort unter anderem die Rakete „Aggregat 4„, von Goebbels zur „Vergeltungswaffe 2“ gemacht, zu produzieren und zu erbauen.

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1945: Abreißen, damit nichts mehr an diese Zeiten erinnert? Aber hallo! Das ist doch noch gut!, Kann man doch alles weiternutzen. Was uns bei Gräfin Freda nicht recht ist, ist uns hier allemal billig! Peenemünde, ein von den Nazis für die Errichtung der Heeresversuchsanstalt einst platt gemachtes Fischerdorf, sollte bis 1990 zur Energieversorgung der DDR beitragen und der NVA eine Heimstatt bieten. Der Nordteil der Insel blieb militärisches Sperrgebiet, wie er es zuvor bereits war.

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5000 Menschen arbeiten in den 40er Jahren in Peenemünde, die Werkbahn wies 100 km Schienennetz auf und eine Ahnung von den einstigen Dimensionen bekommt man, wenn man das zum Museum umgebaute, monumentale ehemalige Kraftwerk besichtigt.

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Eine Schleuder steht nebendran, mit der die Wissenschaftler und Ingeneure Flugkörper erprobten. 1942 wurde von Peenemünde aus zum ersten Mal in der Geschichte eine Rakete ins All geschossen. Auch das Aggregat 4 selbst gibt es zu sehen, in Originalbemalung bis hin zu zur „Frau im Mond“. Auf den Feind in England gerichtet wurde die Waffe allerdings von den Niederlanden aus. 

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Weil Usedom eine Insel ist und zwar eine offenkundig von der militärischen Vergangenheit geprägte, stößt man auf solche Überbleibsel zwangsläufig, wenn das Sonnenbaden und das Baden im Meer durch die Jahreszeit bedingt ausscheiden, man mit dem Rad täglich für ein paar Stunden in allen Himmelsrichtungen unterwegs ist und man auf den Besuch noch fragwürdigerer Touristenattraktionen wie dem „verrückten Bügeleisenhaus“ als Zeitvertreib gut verzichten kann. Auch in östlicher Richtung, dem heutigen Polen, setzt sich das so fort mit einstigen deutschen Bunkern und Festungsanlagen und damit ist es dann auch mal gut mit all dem Kriegsschrott, wir wollen uns nicht noch mehr davon ansehen. Einzig der Bismarckturm hätte mich als Unendlichen Rundfahrer interessiert, aber den gibt es ja nicht mehr und die im Jahr 2015 im Gemeinderat von Heringsdorf gestellte Frage, ob er wieder errichtet werden soll, wurde abschlägig beschieden.

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Zweiter Teil.

Denn die Insel bietet auch andere Seiten und damit wird es Zeit, auch bildlich ins Heute zu springen.

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Usedom ist das ureigenste Habitat für den Crosser. Viel zu viele Wege gibt es, die uns durch Wälder führen und über sandige Abschnitte zwischen Feldern, als dass man sich mit dem Rennrad selbstbeschränken müsste.

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Gleichzeitig fehlen jegliche nennenswerten Erhebungen, für die man zwingend ein Mountainbike bräuchte. Zwar stößt man ein paar Mal auf Steigungen weit im zweistelligen Bereich, aber die sind dann eher kurz, maximal 50 Meter, drückt man also mal eben weg. Da ist nichts, was man mit einer Cyclocrossübersetzung nicht schaffen würde. Und der Strand! 42 Kilometer lang erstreckt er sich und die Kaiserbäder auf ihm zu passieren ist eine meiner Empfehlungen.

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Radwege sind auf den Promenaden längst vorhanden, aber Saison ist auch im Herbst und entsprechender Trubel herrscht zwischen Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck bis hinüber nach Swinemünde in Polen. Der durchschnittliche Radfahrer dort kann sich gerade so eben noch vorstellen, dass sich andere Pedaleure mit 18 km/h nähern, aber der Gedanke an 28 oder gar 38 km/h ist mit Schrecken behaftet, sofern er überhaupt denkbar ist. Daher: Lieber runter an den Strand.

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Meine Reihenfolge, wenn alle Radtypen im gut sortierten Haushalt vorhanden sind: 1) Cyclocrosser 2) MTB 3) Rennrad. Die Belohnung für die Wahl der breiten Reifen wartet im Wald, wenn dort plötzlich nach ein paar Böcken ein großer Hirsch mit riesigem Geweih auf die Lichtung tritt und unsere Geweihe aka Lenker mehrere Sekunden lang mustert, bevor er seinen Weg fortsetzt. Radwege gibt es zwar entlang der Straßen erfreulich viele, aber solche Erlebnisse hat man dort nicht. Zu viel wusch-wusch-wusch, es wollen ja sehr viele Menschen auf die Insel, auch im Herbst, wenn sich eine Woche lange die Sonne nicht zeigt.

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Mit dem Rennrad kann man es Lyonel Feininger gleichtun. Der Künstler und erste Bauhaus-Meister war außer vom Malen und Fotografieren auch von Usedom und dem Rennradfahren begeistert. Er kaufte sich jedes Jahr das neueste Modell und fuhr damit auf der Insel herum, wo er Motive zum Malen fand oder kurzerhand den Fischern Schilder für ihre Boote pinselte.

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Auf Usedom ist eine kurze (16 km) und eine längere (40 km) Feininger-Radtour ausgeschildert. Man kann sie auch beide verbinden umd je nachdem, von wo aus man zu ihr anreist, eine recht große Runde dort drehen, wo Feininger seinerzeit unterwegs war. Ehrlich gesagt, ist aber auch dafür der Crosser die bessere Wahl oder zumindest sollte man möglichst breite Reifen auf dem Rennrad haben.

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Denn als Feininger von 1908 bis 1912 auf Usedom Rad fuhr, da war das nicht so, wie sich das später der eine oder andere Veranstalter historischer Ausfahrten ausdachte: Die Reifen waren „früher“ und „damals“ nicht schmal, sondern hatten ordentlich Volumen, um Kopfstandpflaster, Sand und Schotter zu überwinden. Das alles findet man dort auch heute noch und auch asphaltierte Wege durch den Wald sind mit Blättern und Ästen übersäht. Zur Hubbrücke in Karnin beispielsweise führt eine sehr holprige Straße mit miesem Kopfsteinpflaster und nach Peenemünde geht es die gesamte Inselküste entlang durch den Wald, die letzten 5 Kilometer über einen Schotterweg durch Heidelandschaft. Wer primär Kilometer abspulen möchte, hat dazu mit dem Rennrad auf der Insel zwar durchaus Gelegenheit. Die vielseitigere Wahl für den Urlaub ist hingegen alles, was halbwegs breite Reifen hat. Und darüber freut sich auch der Gute Bubi, den wir hier schon lange nicht mehr gesehen haben und der mit seinen mittlerweile 12 Lenzen noch erstaunlich agil ist.

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Ohm ist zwecklos

„Mountainbikes, cross bikes, road bikes – I got them all, but the E-MTB is by far the most used one.“ Mike Kluge
***

Tja:

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Oder er hier, Steve Ballmer, Microsoft Vorstand im Jahr 2007, angesichts des damals neuen iPhones – bevor davon 900 Millionen verkauft wurden… $500 for a phone???? LOL … „und es hat nicht mal ein Keyboard, weshalb es für Geschäftskunden nicht in Frage kommt.“ 

Und schon wäre alles vom Tisch gewischt, was man meiner nicht sonderlich kühnen Prognose entgegen halten könnte: In allerallerspätestens zehn Jahren wird es quer durch die gesamte Bevölkerung das Normalste von der Welt sein, mit einem strombetriebenen Rad unterwegs zu sein. Ohne, dass noch jemand darüber nachdenken oder pro und contra diskutieren wird. Gut, ich räume ein, zu dieser Ansicht gehört nicht viel, sie liegt ja nahe.

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Man muss dazu nur mal in den Bergen unterwegs sein und schauen, wie viele E-MTBs unterwegs sind, teilweise in ganzen Gruppen, und welche Infrastruktur für sie bereits geschaffen wird.

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Im Flachland lassen sich die Zeichen aber ebenfalls leicht deuten, wie prieditis und ich zuletzt in den Niederlanden erkennen konnten. 

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Das Rad, mit dem Femke van den Driesch bei der Cyclocross-WM erwischt wurde, war kein ausgeklügelter Motordoping-Umbau. Man konnte das Rad von der Stange kaufen. Es war ein regulärer Carbon-Crosser von Wilier, Modell 101, in den ein auf das Innlager wirkender Elektromotor des österreichischen Herstellers Vivax eingebaut war. Die Akkus befinden sich im Sitzrohr und von außen sieht man: gar nichts. Es schaut aus wie ein ganz normales Querfeldeinrad – mit dem man unterwegs jeden aus dem Sattel fahren kann. Nicht mal sonderlich schwer ist es mit einem Gewicht von knapp unter 10 Kilo. 

Hersteller wie Rotwild forcieren das aktuell und stellen die verschiedenen Modelle, ob Cross-Country-Fully, Trail-Bike oder Enduro, jeweils in einer Version mit und ohne Motor vor.

Aber ich will ja auf etwas ganz anderes hinaus: In spätestens (Betonung: spätestens) 20 Jahren werden die Komponenten für Elektromotoren so billig und die Akkus so klein und leistungsfähig sein, dass sie in ausnahmslos jedem Rad verbaut sein werden. Serienmäßig. Ohne Aufpreis. Kein Rad mehr ohne. Rein mechanisch betriebene Fahrräder werden Schnee von gestern sein. So wie es heute schon längst keine Schwarzweiß-Fernseher mehr gibt, keine mechanischen Schreibmaschinen, keine Rechenschieber, keine Dampflokomotiven, keine Telegramme, keine-keine-keine… 

Ein paar Sammler werden weiterhin ihrem Hobby frönen und an historischen Rädern herumbasteln, wie andere an ihren alten Autos oder an ihrer Eisenbahnplatte. Aber für das Geldverdienen, fürs Volumen, für den Massenmarkt der neuen Räder, sprich, für 99 % der Konsumenten, wird das alles keine Frage mehr sein: Der Kunde wird nicht bereit sein, für sein Geld weniger zu bekommen und für etwas zu bezahlen, das fehlt.

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Wir werden die komplette Verschmelzung von Fahrrad und Motorrad erleben. Fahrräder bekommen einen elektrischen Antrieb hinzu,  bei  Motorrädern wandelt sich der Vebrennungsmotor zum Elektromotor. Am Ende steht ein zweirädriges, strombetriebenes Fortbewegungsmittel in verschiedenen Ausprägungen. Das Bike an die Ladestation zu hängen wird so selbstverständlich sein, wie es das heute beim smartphone ist.

So und nicht anders wird es sein. Will jemand dagegen wetten? Irgendein Steve Ballmer unter den Lesern?

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Anneke eckt an

Anneke. In Delecke. Anner Ecke. Vom Turm.

Noch ’ne schöne Ecke auf dem Weg nach Delecke:

Und weil die fürsorglichen Menschen vom Amt nicht ausschließen konnten, dass ich dort dereinst auf Turmfahrt gehen würde, haben sie vorsorglich extra für mich ein Schild an einem weiteren Turm aufgestellt.

Das aktuelle Gesamtklassement der aktuellen Rundfahrt.

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Im Haine, ich

Tiefer Tann schimpft er sich nicht 
Nimmt Buche, Ahorn in die Pflicht.
Rot und gülden in des Herbstes Licht
Der Baum noch voll, das Laub noch dicht

Vorwärts, vorwärts, ohne Zag‘
Der Weg ist gut, er ist nicht arg

Müssen suchen, müssen finden
Die Türme fallen, die Türme schwinden
Immer an den Sieg geglaubt
Bevor die Hauptstadt den Triumph noch raubt

Vorwärts, vorwärts, die Kräfte nie versiegen
wollen siegen, durch den Hainich fliegen

Gelbe Route, Süd nach Nord
Das Herz schlägt kräftig, immerfort
Rote Route, Ost nach West
Der Tritt ist stark, der Tritt ist fest

Vorwärts, vorwärts, des kreuzbuben Blick
Lässt doch seine Dame nie im Wald zurück

Auf rundem Kurs nun durch die Natur
Den wilden Katzen auf der Spur
Der Fledermaus und auch dem Specht
So ist es gut, so ist es recht

Vorwärts, vorwärts, ohne Zaudern
Bevor Dunkelheit uns lässt erschaudern

Opfermoor und Betteleiche
Sperbersgrund und Hünenteiche
Esche, Linde, Totes Holz
Der Kronenpfad, der ganze Stolz

Vorwärts, vorwärts, mahnt’s Gemüt
Der treue Hund allein den Hofe hüt‘

Der Druck entweicht, schon ist er fort
Der Rettungsreifen nicht an Bord
Der Bube pumpt, der Bube presst
Havarie tief im Geäst

Vorwärts, vorwärts, spricht die Uhr
Und tief im Wald die Kreatur

Wie steht sie schließlich da, die Wehr?
festgemauert in der Erd?
Der Turm indes ist leider schlicht
Dem Eisern Kanzler entspricht er nicht

Heimwärts der kreuzbube drängt
Hat einen Sieg noch drangehängt.

Bismarck... äh... "Turm" Mühlhausen

Bismarck…“turm“ Mühlhausen

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Ein Turm noch fehlt, oh weh! und Ach!
Doch kreuzbube ist heut‘ nicht mehr wach.
Das aktuelle Gesamtklassement der Unendlichen Rundfahrt
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kreuzbube ist sprachlos

Und äußerst fassungslos. Denn das ist beispiellos.

Los:

 

 

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Türmekegeln

vermisst toni

Ob es auch Punkte für Nachaufnahmen der Türme gebe? Es könnten ja auch Friedhofsmauern sein… Das war Tonis Frage, der Türmekegeln gehen wollte. 1000 Kilometer, ein Turm nach dem anderen. Anders als es das Foto, das als Aufhänger dient, weismachen will, ist er auch nicht verloren gegangen. Ich war stets im Bilde, welchen weiteren der verbliebenen Türme der Unendlichen Rundfahrt er mir auch noch weggeschnappt hat. Auf der Reise von Niedersachen nach Bayern waren das Hildesheim, Bodenwerder, Göttingen (und zu meinem Leidwesen auch noch beide dort!), Bad Kissingen, Würzburg, Lauf an der Pegnitz und Lattersbach.

Ich muss die Fotos nun erst noch sortieren und beschriften und Toni wird noch ein paar Zeilen zu seiner Reise verfassen, die ich dann verlinke. Vorab gibt es hier das Beweisstück für den unterwegs ebenfalls errungenen Sonderwertungspunkt, Bismarcks Studentenbude in Göttingen.

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Denn Bismarck studierte in Göttingen und ist eins der Beispiele dafür, dass man nie auf Eltern, Lehrer, Professoren und sonstige Autoritäten hören sollte, dass ob des Lebenswandels sowieso nichts aus einem werde. Bismarck nämlich landete wiederholt im Karzer (Kerker), den die Universität an der Rückseite des Aulagebäudes errichtete, um Studenten darin ihre Misstaten büßen zu lassen. Und die Liste seiner Verfehlungen war so lang wie die seiner Kommilitonen: Verbotene Duelle und Rauchen in der Öffentlichkeit, Glücksspiel, Beleidigungen, öffentliche Trunkenheit, ständiger Unfleiß, nächtliches Lärmen, Böllerwerfen, zu schnelles Reiten in der Stadt und das Baden in der Leine außerhalb der Badeanstalten wurden mit Haft im Karzer geahndet.

So, Pause gefüllt, es folgen die ersten Fotos. Glücklicherweise hat Toni den auf seiner Liste befindlichen Turm in Walsrode liegen lassen – denn der war schon vergeben, auf der 116. Etappe hatte Anneke ihn sich bereits gesichert. Mittlerweile verliert man schnell mal den Überblick. Beginnen wir dennoch in Niedersachsen:

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Bismarckturm Hildesheim

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Bismarckturm Bodenwerder

Hier gibt’s mal was etwas anderes, das aus der Reihe fällt: Ein Feueraltar. In Göttingen gab es zwar schon einen Bismarckturm, aber warum nicht einfach noch ein Denkmal hinstellen? 1000 Studenten sind seinerzeit mit Fackeln zur Einweihung gezogen und dort, wo wir heute ein Geländer sehen, war damals Feuerschale. Um den Feueraltar herum standen einst sechs steinerne Säulen, die ebenfalls Feuerschalen trugen. Wegen Baufälligkeit wurden sie in den 1950er Jahren abgerissen.

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Feueraussichtsaltar Göttingen

Damit wären wir beim eigentlichen Bismarckturm Göttingens, einem 21 Meter hohen Hauptturm (sechseckig), an den ein weiterer, 10 Meter hoher Treppenturm (rund) angefügt ist. Sieht man hier im Bild jetzt nicht so recht, muss man sich einfach mal vorstellen. Oder hier klicken, bismarcktuerme.de hat wie immer viele Infos und Bilder zur Turmgeschichte.

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Bismarckturm Göttingen

Übrigens, wegen der Bennung dieses Turms hatte man zu Lebzeiten Bismarcks bei diesem angefragt, ob ihm das denn recht sei. Ja, hat er gesagt, „Ich danke für die Ehre, welche mir durch die Benennung des Turmes erzeigt wird […]“

Anschließend ist Toni bis nach Bayern vorgedrungen, wo er zunächst den Bismarckturm in Bad Kissingen einnahm, wo Bismarck insgesamt 15 mal zur Kur weilte, obwohl dort ein Fassbindergeselle mal ein Pistolenattentat auf ihn verübte. Eine Zeitlang wurde der Ort auch als Bismarckbad und Kanzlerbad bezeichnet. Und jetzt kommt der Schocker für die Sonderwertungspunkte, für die ja auch die Bismarckeichen zählen. Man hat dort 1998 zu Bismarcks Todestag sage und schreibe 100 Bismarckeichen an der Saale-Promenade gepflanzt. Hätte der Toni das gewusst… (Ich würde sagen, wir verzichten darauf, dafür 100 Punkte zu vergeben, falls noch jemand dort hin will. Einer für das Gesamtpaket sollte reichen, oder? Die Bäume unterscheiden sich ja nicht.)

Bismarckturm Bad Kissingen

Bismarckturm Bad Kissingen

Nun hatte Toni schon einige Kilometer in den Beinen, was lag näher, als statt bloßem Kilometerfressen die Strecke nachzuwürzen. Im Bismarkwäldchen zur Würzburg fand er den nächsten Turm, zu dem es zu erwähnen gilt, dass sogar die katholischen Studentenverbdinugnen zu den Einweihungsfeierlichkeiten des Katholikenhasser Bismarck erschienen waren. (Wir erinnern uns, Bismarcks Sohn wollte einst eine Katholikin ehelichen. Darauf der gar nicht mehr eisen Kanzler: „Dann bringe ich mich um!“)

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Bismarckturm Würzburg

Wo unser heldenhafter Rundfahrer gerade einen Lauf hatte, nahm er kurzerhand auch den Bismarckturm in Lauf mit.

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Bismarckturm Lauf

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Bismarcksäule Lappersdorf

Die läppische Bismarcksäule in Lappersdorf, einst errichtet von Regensburger Offizieren des 11. Königlich Bayerischen Infanterie-Regiments „Von der Tann“ war schließlich der letzte Punktgewinn vor Tonis Ziel in Regensburg. Damit katapultierte sich Toni in einem kometenhaften Aufstieg auf Rang zwei der Unendlichen Rundfahrt. Welch ein Comeback!

 

 Das aktuelle Gesamtklassement der Unendlichen Rundfahrt
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Kreuzbube wirft das Handtuch

„In der Ehe gefallen die Männer den Weibern länger als umgekehrt. Um unter vielen Gründen einen anzugeben, so verlieren die Männer in der Ehe weniger an Schönheit weil sie nur wenige hineingebracht.“ Jean Paul
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Ich sitze gut am Ufer der Mulde, unterm Sonnenschirm, ein Stück Mandarine-Schmand-Kuchen vor mir, Kaffee, ein Glas Wasser. So lässt es sich aushalten, das Warten auf Twobeers, der in der sengenden Sonne den Mulderadweg an mir vorbei kommen sollte. Die Hitze und das Fehlen jeglicher Schattenspender in Nordsachen dürften ihm ganz schön zugesetzt haben. Ich habe das Handtuch dabei, bereit für den Wurf, bereit ihn aus dem Kampf zu nehmen. So kommt es dann auch und wie das bei bei meinem gut strukturierten Mitfahrer eben so ist, ist er mal wieder sehr gut im Zeitplan. Warten muss ich nicht, es reicht gerade einmal für die Hälfte des Kuchens, dann ist er in Sichtweite.

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Zwei Tage später muss ich mir dann selbst das Handtuch werfen. Ich hatte die Sache mal wieder völlig unterschätzt, als ich Twobeers einlud, mal entspannt mit mir zwei Tage lang durch Feld und Flur und tiefen Tann in Oberfranken zu cruisen. Carodame hatte mich noch gewarnt. „Nimm dir nicht zu viel vor. Erinnere Dich an die gerade einmal 25 km um die Burg Kriebstein, die Felsen, Steine, Wurzeln, Baumstümpfe. An das Klettern, Schieben und Schleppen und wie fertig wir danach waren.“ Ich konnte das natürlich sofort entkräften: „Das ist ein Wanderweg. Dient der touristischen Erschließung der Region. Die Leute sollen doch Gastronomie und Beherbergungsgewerbe im strukturschwachen Raum beleben. Das wird eine sanfte Wanderstrecke sein, die können die Gäste doch nicht mit einem knüppelharten Wanderweg abschrecken.“

Doch. Können die.

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Die Rede ist vom Jean Paul Wanderweg, der in Oberfranken so ungefähr von Hof aus via Wunsiedel nach Bayreuth und noch etwas darüber hinaus führt. Jean Paul (1763 geboren in Wunsiedel und 1825 gestorben in Bayreuth) war ein erfolgreicher deutscher Schriftsteller, dessen Werke wie Hesperus – 45 Hundsposttage oder Flegeljahre zu seinen Lebzeiten teilweise mehr gelesen wurden als die Goethes. Jean Paul ist zudem Erfinder einer Reihe von Wörtern der deutschen Sprache wie z.B. Schmutzfink, Angsthase, Gänsefüßchen und auch Weltschmerz. Er ist gerne gewandert und seinen Namen trägt daher der Wanderweg, der durch die Region führt, in der Jean Paul den Großteil seines Lebens verbracht hat.

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Und damit gehen die Märchenerzählungen auch schon los. Denn nie und nimmer ist er da lang gewandert, wo sie uns entlang schicken. Man muss nur aufmerksam die eine oder andere der vielen Tafeln am Wegesrand lesen. Jean Paul war sehr gesellig, er liebte es, zu essen und zu trinken und auf Reisen im Gasthaus den Neuigkeiten und Nachrichten der anderen Gäste zu lauschen. Warum sollte er, statt den direkten Weg zwischen zwei Orten zu wählen, über jeden Berg des Fichtelgebirges gewandert sein? Noch dazu, wo es entlang dieses Wanderweges keine Gasthäuser gibt? Dieser Weg, der ist zu weiten Teilen einfach nur anstrengend, anstrengend, anstrengend. Und er wäre es auch zur Fuß, wofür er gemacht ist.

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Die Umsetzung meiner Schnapsidee, ihn mit dem Mountainbike abzufahren, hat mir Stunden der Wahrheit beschert. Ich habe einfach nichts drauf und es steht zu befürchten, dass sich das auch nicht mehr nennenswert ändern wird. Als Naturerlebnis war es traumhaft schön, aber ich musste mir jeden Meter erkämpfen.

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Ein Abschnitt nach dem anderen verblockt, mit Wurzeln, Baumstümpfen, großen Steinen. Abfahrten stets ein zweifelhaftes Vergnügen, weil sich an sie ausnahmslos die nächste Steigung anschließt.

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Ohnedies kann man die Charakteristik des Weges leicht erklären. An jeder Weggabelung einfach immer den Weg wählen, der steil bergauf führt, das ist dann der richtige, vor allem, wenn er nicht auf Anhieb als Weg zu erkennen ist.

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Am zweiten Tag muss ich dann nach Stunden des Ackerns das Handtuch werfen. Innerlich geschieht das an einem wenig spektakulären Anstieg. Wir mussten ja bis dahin schon einige Mal schieben, aber das hatte dann mit dem Untergrund zu tun.

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Dort jedoch… ich weiß nicht, ob ihr das kennt, man denkt sich: Gott ist das anstrengend! Ich kann nicht mehr! Aber absteigen gilt nicht. Das schaffst Du. Oben wartet Twobeers schon, der das alles mit Bravour bewältigt. Siehst Du, geht doch. Nur noch 30 Meter. Und zwei Meter später clicke ich aus. Steige ab und schiebe. Die Kapitulation.

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Im Grunde war in diesem Moment bereits klar, dass ich das nicht zu Ende fahren kann. Im nächsten Ort, nach einer Erfrischung im und aus dem Brunnen des Friedhofs erbarmt sich Zwoabier meiner. Er entdeckt das Schild des Fichtelberg-Radwanderweges, der uns ebenfalls Richtung Bayreuth bringen soll. Auf deutlich zivilisiertere Weise. Was bin ich froh, dass er mir diesen Ausweg eröffnet. Mit Wollen oder Nichtwollen hat das nichts zu tun. Weitere 25 km oder so auf diesem Wanderweg, oh je, oh je… Wenn eine Pause und kaltes, erfrischendes Wasser aus dem Brunnen gerade mal noch Energie für 5 Minuten bringen, muss sich der kreuzbube nichts mehr vormachen.

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Nicht, dass wir uns hier falsch verstehen: Missen möchte ich diese beiden Tage keinesfalls. Die Strecke hat uns traumhaft schöne Abschnitte beschert, mal ist der Weg ein fürsorglich gemähter Grünstreifen am Feldrand, mal bietet er weite Ausblicke ins Land. 

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Mehr als einmal führt der Weg uns an Orte im Wald, die man nur als verwunschen bezeichnen kann mit ihren moosbewachsenen Felsen, die um Gewässer herumliegen, während von oben der Wasserfall hinunterplätschert.

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Wir entdecken in etwa 900 Metern Höhe am Osthang des Ochsenkopfes einen der beiden Ursprünge des Mains und können erleben, wie aus einem winzigen Rinnsal im Laufe der Kilometer ein Bach wird, der dann später zum Fluss anwächst.

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Wir laben uns am kühlem Wasser von Quellen und genießen das von Natur aus mit Kohlensäure versetzte Mineralwasser der Quelle in Bad Alexandersbad.

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Wir entdecken in 879 Meter Höhe vor grandioser Felskulisse die Freilichtbühne auf dem Großen Waldstein.

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Wir laufen abends von unserer Herberge mit Flipflops eine weitere halbe Stunde bergauf über Steine und Wurzeln bis wir an der Luisenburg stehen, vor Europas größtem Felsenlabyrinth mit seinen gigantischen Granitblöcken. Die uns empfohlene dortige Gastronomie hat seit 22.08. Saisonende… Wir schlurfen mit den Flipflops weiter durch den Wald bis zu einer Gaststätte, die noch geöffnet hat und bequatschen dann den Mitarbeiter, dass wir statt des Schnapses als Entschädigung für die lange Wartezeit auf den Strudel lieber nach unten in den Ort gefahren werden möchten. Das macht er nach kurzer Überlegungszeit (und wahrscheinlich Rücksprache mit dem Chef) schließlich auch und wir müssen nicht mit den Flipflops durch den nun dunklen Wald zurück. Wir erfahren, dass unser Fahrer aus Halle an der Saale stammt (das sich gerade als Kulturhauptstadt Europas bewerben möchte), im einstigen Zonenrandgebiet Wunsiedel jedoch bessere Jobchancen hat… Magnet für Gäste der Region sind die Festspiele auf der Freilichtbühne der Luisenburg, die in der Sommersaison bis zu 150.000 Zuschauer anlocken und eine Auslastung von 98 % haben. Da schlackert jedes Stadttheater mit den Ohren! Und so weiter und so fort.

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Kurzum, für mich war es alle Mühen wert, aber ohne -große- Mühen geht es nicht ab, wenn man diesen Weg fahren möchte. Es spricht vielleicht für sich, dass wir am ersten Tag keinen einzigen Wanderer auf dem Jean Paul Wanderweg getroffen haben und am zweiten Tag auch keinen, wenn man von ein paar Menschen absieht, die an einem See mit Ferienanlage entlang spaziert sind.

Und wo ich gerade so darüber schreibe und sinniere, könnte ich schon fast wieder losfahren…

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Der Weg.
Zum Weiterlesen: Jean Paul Weg: In fernen Welten aus den Stuben über Sterne
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Eisenkumpel

„You got to shock the muscle.“ Arnold Schwarzenegger.
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Bilderrätsel: Was soll das? (Auflösung unten)

Mildred war die Tochter eines Seemannes. Wahrscheinlich hatte sie daher die beherzte Art und den Drang, zuzupacken, gleich welche Widrigkeiten ihr um die Ohren wehten. Durchsetzen konnte sie sich, unter Frauen und auch unter Männern, und das machte sie zu einer der größten Athletinnen der vergangenen 100 Jahre.

Denn Mildred konnte alles. Ein paar Stammsportarten, wie vor allem die Leichtathletik (alles in der Leichtathletik, um genau zu sein), Basketball, Baseball (im Profiteam der Männer der Brooklyn Dodgers!), Billard, Bowling und zum Ausgleich dann noch Fechten, Boxen, Schießen, Tennis, Reiten und Eisschnelllauf. Was man eben so macht, wenn man sich vielseitig und rundum körperlich betätigen möchte. Weiterlesen

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